Telefonjoker, Rauchen, Fotografieren: Der Knigge fürs Wahllokal

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Wahl / Stimmzettel
Darf man aus der Wahlkabine einen „Telefonjoker” anrufen oder im Wahllokal rauchen? Letzte Tipps für den Urnengang. Foto: ddp

Berlin. Darf ich im Wahllokal einen „Telefonjoker” anrufen, in der Kabine rauchen oder meinen Stimmzettel fotografieren? Die Deutsche Presse-Agentur hat beim Wahlamtsleiter von Berlin-Mitte, Bernd Rogge, nachgefragt:

Darf ich in der Wahlkabine essen oder trinken?
Rogge: „Wir hätten es ganz gerne, dass die Wähler, die dort erscheinen, natürlich nicht essen und trinken. Sie sollen sich ja auch nur so kurz wie möglich im Wahllokal aufhalten. Es wird nicht ausbleiben, dass, wenn kein Nebenraum da ist, sich ein Wahlvorstands-Mitglied vielleicht mal in eine Ecke zurückzieht und dort eine Speise zu sich nimmt.”

Darf ich mir beim Wählen eine Zigarette anstecken?
Rogge: „Nein, das ist natürlich überhaupt nicht erlaubt. Ein Wahllokal ist ein öffentlicher Raum. Hinzu kommt noch: Wir haben eine Menge Wahllokale gerade in Schulen und in Kindertagesstätten. Und da ist das Rauchen absolut verboten.”

Darf ich meinen „Telefonjoker” anrufen, um mich zu beraten?
Rogge: „Also wir bitten schon darum, dass das Telefon durch einen Wähler nicht benutzt wird, um Nachfrage zu halten. Erstens hält es das Wahlgeschäft auf, zweitens entstehen da unnötige Diskussionen. Drittens könnte es das Wahlgeheimnis gefährden, wenn jemand sagt: "Ich muss den und den wählen, hat meine Tante, meine Oma, mein Onkel, mein Ehemann, meine Ehefrau gesagt". Darum also: keine Nachfrage.”

Darf ich meine Wahl auf Video oder auf Handy-Fotos festhalten?
Rogge: „Nein, das dürfen Sie nicht. Wir müssen schon darauf achten, dass das Wahlgeheimnis nicht gefährdet wird. So müssen zum Beispiel sämtliche Presseleute, die zu uns in ein Wahllokal kommen, extra eine Erlaubnis von uns haben, um dort fotografieren zu können. Es wird auch sehr darauf geachtet, dass der Datenschutz nicht verletzt wird.”

Darf ich Grüße auf dem Wahlzettel hinterlassen?
Rogge: „Sie können gerne Grüße darauf verewigen. Nur Sie laufen Gefahr, dass die Stimme, die Sie dann abgeben, ungültig wird. Das passiert ja auch, wenn Sie den Stimmzettel unterschreiben.”
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