Niederzier - Tagebau Hambach: Zwei Besetzungen an einem Wochenende

Tagebau Hambach: Zwei Besetzungen an einem Wochenende

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:
Braunkohletagebau Hambach
Am Samstag war es ein Braunkohlebagger, am Sonntag ein Förderband: Demonstranten haben sich am Wochenende gleich zwei Mal im Tagebau Hambach festgekettet. Foto: Marius Becker/dpa

Niederzier. Nur einen Tag nach der letzten Besetzung eines Baggers im Braunkohletagebau Hambach haben erneut vier Aktivisten versucht die Produktion lahmzulegen. Dieses Mal war ein Förderband von der Aktion betroffen. Am frühen Sonntagmorgen konnten alle vier vom Gelände entfernt werden.

Gegen 3.15 Uhr am Sonntag meldeten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Vorfall der Polizei. Das betroffene Förderband stand zu diesem Zeitpunkt bereits still. Zwei der Unbekannten, eine Frau und ein Mann, konnten von der Polizei dazu bewegt werden, freiwillig aufzugeben und sich von dem Förderband zu entfernen. Zwei weitere Besetzter hatten sich an das Förderband festgekettet und mussten von einem Schlosser befreit werden.

Das „Lock On“, also die Verkettung der Personen an sich, wurde dabei nicht entfernt, da die Spezialkräfte nicht verfügbar waren. Alle vier Aktivisten wurden zur Identitätsfeststellung zur Polizei Düren gebracht. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Erst am Samstagmorgen, nur einen Tag zuvor, waren vier andere Aktivisten einen Braunkohlebagger hinaufgeklettert und einer hatte sich dort festgekettet. In den Abendstunden waren weitere Demonstranten zur Gruppe hinzugestoßen und hatten vor dem Polizeigebäude randaliert. Ihnen wurde ein Platzverweis ausgesprochen und das Gelände wurde gesichert. Einer der Protestler folgte dem Platzverweis nicht, weshalb er in Gewahrsam genommen wurde.

Eine Eskalation der Situation konnte sowohl am Abend als auch am frühen Sonntagmorgen durch das Hinzurufen von Verstärkung verhindert werden. Momentan campieren immer noch einige Demonstranten in der Nähe.

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