Tag der Flüchtlinge: „Perspektiven bieten“

Von: epd
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Düsseldorf/Köln. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat zum Weltflüchtlingstag am Samstag Beflaggung angeordnet. Sie gilt für alle Dienstgebäude des Landes und der Gemeinden sowie für andere öffentliche Einrichtungen, wie das Innenministerium Freitag mitteilte.

Innenminister Jäger und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) riefen Bürger anlässlich des Weltflüchtlingstags dazu auf, Menschen aus Krisengebieten offen zu empfangen. Die Diakonie forderte derweil eine bessere Integration von unbegleiteten Flüchtlingskindern in Schulen.

In diesem Jahr erwartet Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Landesregierung fast 100.000 Flüchtlinge. Die Menschen hätten zum Teil eine lange Flucht hinter sich und Familie, Hab und Gut über Nacht zurücklassen müssen, weil sie in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten mussten, sagte Innenminister Jäger. „Es ist eine Aufgabe für uns alle, diese Menschen willkommen zu heißen und Perspektiven zu bieten.“

Erstmals wird in diesem Jahr an dem von der UN ausgerufenen Weltflüchtlingstag auch der Opfer von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht. „Nordrhein-Westfalen hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es eine große Zahl von Flüchtlingen aufnehmen kann“, sagte Integrationsminister Guntram Schneider (SPD). Die Flüchtlinge und Vertriebenen hätten „sich als Gewinn für unser Land erwiesen“.

Unterdessen forderte die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe eine schnellere Integration von unbegleiteten Flüchtlingskindern in Schulen. Zum Teil müssten die jungen Asylbewerber mehrere Monate warten, bis eine geeignete Schule für sie gefunden sei. Es sei wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst schnell in den Unterricht gingen, Kontakt zu Gleichaltrigen knüpften und nach der Flucht wieder einen geregelten Alltag hätten.

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