’t Loon: Wo ist all der Sand?

Von: sim
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Heerlen. Nach monatelangem Streit mit den Eigentümern wird die Stadt Heerlen auf dem Gelände des Einkaufszentrums ‘t Loon keine eigenen Untersuchungen mehr vornehmen.

Demnächst steht ein Gespräch mit dem Experten der Eigentümervereinigung an, außerdem sollen die Bohrkerne untersucht werden.

Anfang Dezember 2011 hatte in einer Tiefgarage unter dem Komplex der Boden nachgegeben. Ein Stützpfeiler war in einem acht Meter durchmessenden Krater rund anderthalb Meter tief eingesunken. Das Einkaufszentrum war umgehend geräumt und später teilweise abgerissen worden.

Stadt und Eigentümer gehen nun übereinstimmend davon aus, dass das Einsacken des Geländes in engem Zusammenhang mit dem Steinkohlenbergbau der Grube Oranje Nassau I stand. Der war an dieser Stelle bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts relativ oberflächennah betrieben worden. 1975 wurde die Grube geschlossen.

Unklar ist allerdings, wo der Sand geblieben ist, der durch das Loch im Untergrund verschwand. Erst wenn man das weiß, kann man die Risiken für vergleichbare Standorte im ehemaligen Bergbaurevier abschätzen. Von der Untersuchung der Bohrkerne, die Mitte Juni abgeschlossen sein soll, erhofft man sich weitere Hinweise.

Lauern weitere Gefahren?

In einer zweiten Phase soll nun analysiert werden, ob unter der Stadt Heerlen und in der Region weitere Risiken lauern. Schon jetzt besteht Grund zu der Befürchtung, dass die Bedingungen, die mit mehr als 50 Jahren Verzögerung zum Absacken des Bodens unter der Tiefgarage von ‘t Loon geführt haben, auch an anderen Stellen in der Stadt anzutreffen sind.

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