Super C: Tiefenwärme nicht wirtschaftlich

Von: cs
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Nicht wirtschaftlich mit Erdwärme zu beheizen: das Studierendenzentrum SuperC der RWTH Aachen. Neben technischen Problemen bei der Bauausführung ist jetzt ein weiterer Grund dafür bekannt geworden: Das Gestein wird durch das von oben zugeführte kältere Wasser offenbar nachhaltig ausgekühlt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Konzept der Tiefengeothermiewärme, wie sie am Hochschul-Informationszentrum Super C in Aachen erprobt worden ist, ist nicht wirtschaftlich zu betreiben. Das ist nach Angaben von RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg das Ergebnis von Leistungsmessungen in der vorigen Heizperiode.

40 Prozent des Wärmebedarfes im Super C hätten mit der Tiefengeothermie gedeckt werden können. Dieser Wert bleibe wesentlich hinter den Erwartungen der Planer zurück. Der Investitionsaufwand sei nicht zu refinanzieren.

Bei dem geschlossenen Tiefengeothermieprojekt in Aachen wird in eine äußere Röhre Wasser in 2000 Meter Tiefe geleitet, das dort vom Gestein erwärmt und dann in einer innen liegenden Röhre wieder nach oben gepumpt wird. Geplant war eigentlich eine Bohrtiefe von 2500 Metern. Diese war beim Steigrohr aber wegen einer Bohrblockade nicht zu realisieren. Das sei einer der Gründe, warum in den Experimenten nur eine Wasserrücklauftemperatur von 31 bis 35 Grad Celsius erreicht worden sei. Die nun gewonnenen Messwerte zeigten aber einen anderen wesentlichen Grund dafür. Schmachtenberg: „Wir kühlen das Gestein mit dem Wasser, das wir von oben reinlaufen lassen, offenbar zu sehr ab.” Dazu käme unter anderem eine geringe Wärmeleitfähigkeit zwischen Gestein und Außenröhre.

Der Landesrechnungshof hatte vorige Woche moniert, dass die Kosten des Baus sich mit 24 Millionen Euro verdoppelt hatten.
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