Kaarst - Suche nach verschwundener Frau aus Kaarst dauert an

Suche nach verschwundener Frau aus Kaarst dauert an

Von: ddp
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Kaarst. Knapp drei Monate nach dem Verschwinden einer 59-jährigen Frau aus Kaarst bei Neuss fehlt von der früheren Bankangestellten weiter jede Spur.

Es gebe nach wie vor einen „Anfangsverdacht” gegen den 65-jährigen Ehemann der Frau wegen eines möglichen Tötungsverbrechens, sagte der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa der Nachrichtenagentur ddp.

Die Vorwürfe gegen den 65-Jährigen hätten sich bislang nicht konkretisieren lassen. Auch eine große Öffentlichkeitsfahndung nach der Frau in Süddeutschland, der Schweiz und in Frankreich sei erfolglos geblieben.

Gegen den 65-Jährigen wird ermittelt, weil er in Frankreich einen Raubüberfall vorgetäuscht und sich anschließend mehrfach in Widersprüche verstrickt hatte.

Zunächst hatte er ausgesagt, in Südfrankreich am Rande eines Kanals überfallen worden zu sein. Seine Frau sei dabei spurlos verschwunden und möglicherweise entführt worden.

Nachdem eine Suchaktion der französischen Behörden ohne Erfolg geblieben war, hatte der ehemalige Hausmeister erklärt, er habe den Überfall erfunden, um den Selbstmord seiner Frau zu vertuschen. Sie sei am 4. Mai in Neuss in den Rhein gesprungen.

Später hatte sich dann ein Zeuge gemeldet, der die Frau einige Tage nach dem 4. Mai noch gesehen haben wollte. „Es handelte sich dabei um den Mitarbeiter eines Hotels aus Stuttgart. Dort hatte der Ehemann übernachtet”, sagte Kumpa.

Die Aussage des Hotelmitarbeiters habe bislang durch nichts belegt werden können. Vielleicht habe er sich geirrt.

Der 69-Jährige habe durch seinen Verteidiger ausrichten lassen, dass er keine weiteren Angaben machen werde. „Das, was wir derzeit in der Hand haben, reicht weder für eine Festnahme noch für eine Anklage”, sagte Kumpa.
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