Suche nach Mordwaffe an der Autobahn bleibt ohne Erfolg

Von: dapd-nrw
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Ungewöhnlicher Polizeieinsatz an der viel befahrenen A52: Dutzende Polizisten suchen nach einer Mordwaffe. Sie soll dort seit acht Jahren herumliegen. Mit der Waffe soll vor acht Jahren in Düsseldorf die Mitarbeiterin einer Unternehmensberatung erschlagen worden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mörder sein Schlagwerkzeug - einen Knüppel, Baseballschläger, ein Rohr oder Ähnliches - damals dort an der Autobahn versteckt haben könnte. Foto: dpa

Düsseldorf. Stundenlang haben am Mittwoch 40 Polizisten vergeblich an der Autobahn 52 zwischen Essen und Düsseldorf nach der Tatwaffe in einem Mordfall aus dem Jahr 2004 gesucht.

Die Ermittler hatten darauf gehofft, kurz hinter der sogenannten Ruhrtalbrücke einen langen, stumpfen Gegenstand zu finden, mit dem vor acht Jahren eine 27-jährige Frau in ihrer Düsseldorfer Wohnung erschlagen worden war. Die Suche sei am späten Nachmittag erst einmal abgebrochen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Bis dahin hatte die Polizei mit Hilfe von Motorsägen und Metalldetektoren in einem unwegsamen und hügeligen Areal gesucht. Die Auswertung von Handydaten hatte die Beamten dazu gebracht, am Rande der A 52 nach der Tatwaffe zu suchen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der damalige Freund des Opfers der Hauptverdächtige in dem bislang ungeklärten Mordfall. Er hatte in seinen Vernehmungen eingeräumt, in der Tatnacht in der Wohnung seiner Freundin gewesen zu sein. Mit dem Mord allerdings will er nichts zu tun haben.

Nach der Auswertung von Handydaten steht für die Ermittler fest, dass er von der Wohnung aus spätabends Richtung Essen gefahren ist. An der Stelle, an der jetzt gesucht wurde, soll er kurz gehalten haben und anschließend weitergefahren sein. Die Mordkommission vermutet deshalb, dass er an dieser Stelle die Tatwaffe sowie seine blutverschmierte Kleidung aus dem Auto geworfen haben könnte. Ob die Staatsanwaltschaft auch ohne Tatwaffe gegen den Mann Anklage erheben wird, steht noch nicht fest.

Mit der Tatwaffe erhoffen sich die Ermittler neue Ansätze und Spuren, die den Mörder überführen könnten. Gesucht wird der Polizei zufolge möglicherweise nach einem Baseballschläger. Die junge Frau sei mit „stumpfer Gewalt gegen den Kopf” getötet worden, sagte ein Sprecher.
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