Frauenkron - Suche im Fall Brieger wird ausgeweitet

Suche im Fall Brieger wird ausgeweitet

Von: Daniel Wenisch, dapd
Letzte Aktualisierung:
brieger
Auf der ehemaligen Muellkippe in Frauenkron (Kreis Euskirchen) hat die Suche nach den Ueberresten der Leiche von Lolita Brieger begonnen. Die damals 18-Jaehrige wird seit 1982 vermisst. Foto: dapd

Frauenkron. Seit einer Woche sucht die Polizei auf einer ehemaligen Mülldeponie im nordrhein-westfälischen Eifelort Frauenkron (Kreis Euskirchen) nach den sterblichen Überresten der seit fast drei Jahrzehnten verschwundenen Lolita Brieger - bislang ohne Erfolg.

Nun soll die Suche ausgeweitet werden.

Während bislang nur bis in eine Tiefe von vier Metern gegraben worden sei, werde der Müll nun komplett bis zum Grund abgetragen, sagte eine Sprecherin der Trierer Polizei am Donnerstag auf dapd-Anfrage. Auch in einem bereits weitgehend durchsuchten Bereich werde noch einmal gegraben.

Die Grabungen hatten vergangene Woche in dem Bereich begonnen, den ein Zeuge, der nach eigenen Angaben vor 29 Jahren bei der Beseitigung der Leiche geholfen hatte, der Polizei zuvor benannt hatte. Als die Beamten dort auf Müll stießen, der bereits vor dem Verschwinden Briegers eingelagert worden war, verlagerten sie die Grabungen in einen anderen Bereich. Dort stießen sie sowohl auf älteren Müll als auch auf Müll jüngeren Datums.

Neue Spur durch ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst”

Die Polizei vermutet deshalb, dass nicht nur der Müll, sondern auch Briegers Leiche, die vermutlich in einem Sack vergraben wurde, durch Verschiebungen in eine tiefere Schicht gerutscht sein könnte. Daher wird der zweite Bereich nun komplett bis zum Grund abgetragen. Anschließend sollen die Grabungen im ersten Bereich wieder aufgenommen werden, um auch dort die ältere Müllschicht zu durchsuchen.

Lolita Brieger aus dem rheinland-pfälzischen Scheid (Kreis Vulkaneifel) wurde am 4. November 1982 zuletzt lebend gesehen. Die 18-Jährige war schwanger. Die Ermittlungen blieben über Jahrzehnte hinweg ergebnislos, bis der Fall Anfang August dieses Jahres in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst” neu aufgegriffen wurde. Daraufhin stießen die Ermittler auf den Zeugen, der den Hinweis auf die ehemalige Müllhalde gab.
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