Sturmtief „Bibiana”: Rhein-Hochwasser steigt

Von: dpa/dapd
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Nach heftigen Niederschlägen führt der Rhein Hochwasser mit steigender Tendenz. Foto: dpa

Köln/Essen. Köln wappnet sich weiter gegen das steigende Rhein-Hochwasser. Im Ortsteil Rodenkirchen seien inzwischen ein Tor und große Stützen aufgestellt worden, um eine Schutzwand installieren zu können, erläuterte der Leiter der Hochwasserschutzzentrale, Reinhard Vogt, am Freitag.

Ob im Ortsteil Porz mobile Wände aufgestellt würden, werde am Samstag entschieden. „Den Höchststand erwarten wir nicht vor Sonntag, er wird dann voraussichtlich um die acht Meter liegen.”

Der Rhein-Pegel klettert inzwischen schneller. „Wir haben momentan eine Zunahme von etwa sechs Zentimetern pro Stunde”, sagte Vogt. Der Pegel hat mittlerweile die Marke von sieben Metern überschritten. Nach Einschätzung von Vogt wird die Hochwasserstufe II in den nächsten Tagen jedoch nicht erreicht. Das wäre ab einem Pegel von 8,30 Metern der Fall. Dann müsste die Schifffahrt eingestellt werden, kleinere Ortsteile würden zu Inseln.

An den Rheinzuflüssen wird zum Wochenende nicht mehr mit steigenden Pegeln gerechnet. Das Wasser hat aber an vielen Stellen schon die angrenzenden Auen überschwemmt. An der Ruhr seien die Pegelhöchststände bereits erreicht, sagte Georg zur Strassen vom Ruhrverband. An der oberen Ruhr verzeichneten die Pegel schon einen Rückgang.

Nach den Sturmtiefs „Ulli” und „Andrea” runden Ausläufer von Island-Tief „Bibiana” in Nordrhein-Westfalen die turbulenten Tage ab. Am Wochenende ziehen Kaltluftwellen mit Regen und frischem Wind über NRW hinweg, teilte der Deutsche Wetterdienst in Essen mit. „Das ist aber nichts im Vergleich zu „Ulli” und „Andrea””, sagte Meteorologe Karl-Heinz Nottrodt. Über die Hochlagen können noch vereinzelt Sturmböen hinwegziehen. Zwischendurch schneit es auch.

Am Freitag schleuderte eine Sturmböe einen Lastwagen von der Autobahn 31 im Münsterland. Der mit Getränken beladene Sattelzug kippte um, der Fahrer erlitt einen Schock. Wegen der Bergungsarbeiten blieb die A31 in nördlicher Richtung nach Angaben der Polizei stundenlang gesperrt. Hagel und Blitzeis sorgten in Ostwestfalen für mehrere Verkehrsunfälle auf der Autobahn 2 gesorgt.

Innerhalb von nur zehn Minuten habe es im Raum Bad Oeynhausen an fünf Stellen gescheppert, berichtete die Polizei. Es wurde aber niemand ernsthaft verletzt.
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