Köln - Studenten suchen Erdbeben-Spuren in Köln

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Studenten suchen Erdbeben-Spuren in Köln

Von: dpa
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Köln. Erdbeben sind für die meisten etwas, das weit weg geschieht. Doch auch die Kölner Bucht liegt in einer seismographisch aktiven Zone.

Spuren von starken Beben sind an vielen Stellen in der Stadt zu finden, so im Praetorium, den Überresten des riesigen römischen Statthalterpalastes. „Das sieht aus, als hätte jemand den Boden mit einem Mixer umgerührt”, erläuterte Sven Schütte, Leiter der Archäologischen Zone in Köln, am Montag. Er hat sich mit Studenten auf historische Spurensuche begeben.

Das Praetorium wurde von einem starken Beben um 790 nach Christus in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Bewegung der Erde ist der Innenraum des Praetoriums schief, tiefe Risse sind zu sehen, und in den Abwasserkanälen hängen Steine unterschiedlich hoch von der Decke. Auch in der Tiefgarage am Dom - früher war es das römische Nordtor - ließen Risse auf Erdbeben schließen, sagte Schütte. Ebenso seien Spuren an der alten Stadtmauer oder unter einer Treppe in einem großen Kleidungsgeschäft in der Schildergasse zu erkennen. „Die Menschen erklärten sich das zerstörerische Wackeln der Erde mit der Strafe Gottes”, sagte Schütte.

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