Düsseldorf - Studenten protestieren für bessere Bildungspolitik

Studenten protestieren für bessere Bildungspolitik

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Studentenprotest
Studenten ziehen durch die Düsseldorfer Innenstadt zum Landtag: Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren hat zu der Protestdemonstration aufgerufen, die Veranstalter erwarten einige tausend Teilnehmer. Foto: dpa

Düsseldorf. Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein- Westfalen haben mehr als 2500 Studenten und Schüler am Mittwoch in Düsseldorf für eine gerechtere Bildungspolitik demonstriert. Hauptforderung war die Abschaffung der Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro, die in Nordrhein-Westfalen und fünf weiteren unionsgeführten Ländern erhoben werden.

Aufgerufen zu den Protesten hatten das „Bildungsstreik”-Bündnis und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS). Nach Polizeiangaben nahmen rund 2200 Menschen an dem Demonstrationszug und der anschließenden Kundgebung vor dem Landtag teil. Die Organisatoren sprachen von 3000 bis 4000 Teilnehmern.

Bildungsgebühren hielten Menschen aus einkommensschwachen Haushalten vom Studium ab, kritisierte das Aktionsbündnis. Die Studenten beklagten zudem verschulte Studiengänge und mangelnde Ausstattung an den Hochschulen. Die Schüler kritisierten Reformchaos bei der auf 12 Jahre verkürzten Gymnasialzeit und forderten eine Gemeinschaftsschule.

Die Oppositionsparteien in NRW - SPD, Grüne und Linke - haben die Abschaffung der Studiengebühren versprochen. Bildungspolitiker der CDU-Landtagsfraktion bezeichneten die Gebühren als notwendig, um die Qualität der Unis halten zu können. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisierte, die Lage an den Hochschulen habe sich trotz Studiengebühren nicht verbessert.

Das NRW-Wissenschaftsministerium hatte kürzlich betont, die Studienbeiträge wirkten weder abschreckend noch verschärften sie die Sozialauswahl. Die NRW-Hochschulen verzeichneten Rekordzahlen bei Studienanfängern und Absolventen.
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