Studenten der FH Aachen entwerfen CHIO-Plakate

Von: mku
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Christoph M. Scheller und seine Design-Studenten, die für den CHIO neue Plakatentwürfe gestalten. Foto: Andreas Hermann

Aachen. Manche Plakate sind stinklangweilig. Auf anderen steht einfach viel zu viel. Wieder andere versteht kein Mensch. Ein wirklich gutes Plakat zu entwerfen, ist für einen Designer die größte Herausforderung. „Wenn ein Plakat gelungen ist, dann macht es binnen einer Sekunde klick.”

Das sagt Christoph M. Scheller, Professor an der Fachhochschule Aachen. Seine Studenten des Kommunikations-Designs am Fachbereich Gestaltung entwickeln derzeit ein Plakat für das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009.

Von elegant bis witzig

Und das ist gar nicht so einfach. In kürzester Zeit soll die Botschaft vermittelt werden, ein Blick muss dazu reichen - beim Vorbeifahren mit Bus oder Auto, eben beim flüchtigen Hinschauen. Und gerade der CHIO Aachen stellt die Studenten vor eine große Herausforderung. Was soll das Plakat transportieren, was ist die Botschaft? Top-Sport? Tradition? Volksfest-Stimmung? Alles auf einmal? Auf jeden Fall muss es über das bestehende silberne Plakat mit dem stilisierten Pferdekopf hinausgehen. „Das Plakat, das die Studenten entwickeln, sollte zu diesem bekannten CHIO-Motiv passen” sagt Christoph Scheller.

So haben sich 13 Studenten in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Pferdesport und dem CHIO Aachen auseinandergesetzt. Sie haben Bücher gewälzt, Fotos gemacht und auf dem CHIO-Gelände in der Soers jeden Stein umgedreht. Unterschiedlichste Ansätze haben sie nun geliefert. Manche reduziert auf die Schrift, manche knallbunt, manche mit, manche ohne Pferd.

Mal elegant, mal zum Schmunzeln. Eine Fachjury wird Mitte Februar die fünf überzeugendsten Plakate auswählen. Aus diesen fünf können dann die Leser der „Aachener Zeitung” und „Aachener Nachrichten” das Siegermotiv auswählen.

Anschließend soll in der Region eben nicht nur mit dem bekannten silbernen CHIO Aachen-Plakat, sondern zusätzlich mit dem Plakat aus dem Wettbewerb geworben werden - wie dies auch die Veranstalter von Wimbledon, Tour de France oder Kieler Woche handhaben. „Wir sind überzeugt davon, dass der Wettbewerb ein großer Erfolg wird”, so Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV). Zukünftig planen FH Aachen und ALRV, den Wettbewerb jährlich auszurichten.

„Dass wir vom Fachbereich Kommunikationsdesign die Möglichkeit haben, den CHIO Aachen ein klein wenig mitzugestalten, macht uns sehr stolz”, sagt Scheller. Der 43-Jährige ist Mitinhaber einer renommierten Berliner Agentur, unter anderem hat er das offizielle Plakat zur Fußball-WM 2006 in Deutschland entwickelt. Die ersten Entwürfe seiner Studenten hat er bereits gesehen. Und er verspricht, dass sie alles sein werden - nur nicht langweilig.
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