Aachen - Streik am Mittwoch auch in der Region

Streik am Mittwoch auch in der Region

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
Warnstreiks
Am kommenden Mittwoch (21. März) wird Nordrhein-Westfalen erneut von einer landesweiten Streikwelle des öffentlichen Dienstes erfasst. Foto: dpa

Aachen. Busse und Mülltonnen bleiben stehen, Kitas und zahlreiche Ämter werden wieder geschlossen bleiben, ebenso Mensen des Studentenwerks oder Schwimmhallen: Am kommenden Mittwoch, 21. März, wird Nordrhein-Westfalen erneut von einer landesweiten Streikwelle des öffentlichen Dienstes erfasst.

Die ganztägigen Warnstreiks würden nach den Arbeitsniederlegungen der vergangenen Woche ausgeweitet, sagte der stellvertretende Verdi-Landesleiter Uli Dettmann am Freitag in Düsseldorf.

An der ersten Warnstreikwelle hatten sich nach seinen Angaben 55.000 Beschäftigte beteiligt, vor allem der Öffentliche Personennahverkehr war zum Erliegen gekommen.

In Aachen treten neben Aseag, Stawag-Abwasser, Stadttheater und Apag auch der Stadtbetrieb mit der Abfallentsorgung in den Ausstand, in der Region auch die Stadtverwaltungen von Stolberg, Würselen, Eschweiler und Düren.

Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Corinna Groß schätzt, dass etwa 1800 Mitglieder an dem Ausstand teilnehmen. Der Aachener Komba-Vorsitzende Hubert Meyers geht davon aus, dass etwa 400 Mitglieder des Beamtenbundes teilnehmen und erklärt das so: „Wir können uns nicht mit 1,77 Prozent zufriedengeben, das geht nicht. Es tut uns leid, dass die Bevölkerung betroffen ist, aber das ist die einzige Möglichkeit für uns. Wir handeln aus einer Notwehr heraus.”

Beide Gewerkschaftsverbände haben Dutzende Busse angemietet, die die mehr als 2000 Streikenden zu einer Kundgebung nach Köln fahren, wo ab 11 Uhr Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske und DBB-Verhandlungsführer Frank Stöhr sprechen.

Gefordert werden Entgelt- und Besoldungserhöhungen von 6,50 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich. Verdi bittet ebenfalls für Verständnis bei Einschränkungen: „Die Alternative wäre kollektives Betteln, das Ergebnis mit Sicherheit null Prozent”, sagt Uli Dettmann.
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