Düsseldorf - Straßen von Schnee geräumt: Weiter Probleme im Bahnverkehr

Straßen von Schnee geräumt: Weiter Probleme im Bahnverkehr

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Düsseldorf. Nach dem schneereichsten Tag Nordrhein- Westfalens seit 1999 hat sich der Straßenverkehr am Dienstag landesweit wieder weitgehend normalisiert. Autobahnen und Bundesstraßen wurden von Schnee geräumt und gestreut, so dass Staus zumeist ausblieben.

Im Bahnverkehr dagegen gab es erneut Probleme: Weichen waren eingefroren oder meldeten Störungen, wie ein Bahn- Sprecher in Düsseldorf sagte. Es kam zu Verspätungen, vereinzelt fielen Züge aus. Bleibt es weiter frostig, seien Behinderungen auf den Schienen auch in den nächsten Tagen nicht auszuschließen, hieß es.

Mit minus 23,2 Grad erlebten die Menschen in Lippstadt die kälteste Nacht der vergangenen Jahre. Und auch in Waltrop war es mit minus 21,8 Grad nicht viel wärmer. Der Tiefstwert in NRW geht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auf das Jahr 1942 zurück, in dem im sauerländischen Eslohe minus 31,2 Grad gemessen wurden.

Hoch „Angelika” bringt in NRW auch am Mittwoch die Menschen zum Bibbern: Tagsüber bleibe es bei Höchstwerten zwischen minus vier und plus einem Grad weiter frostig, teilte der Wetterdienst meteomedia mit.

Sein warmes Schlafplätzchen hätte ein Obdachloser in Nideggen bei Düren beinahe mit dem Leben bezahlt. Der 50-Jährige hatte sich in der eisigen Nacht in einer morschen Holzhütte im Wald ein wärmendes Feuerchen gemacht und war eingeschlafen.

Als die Hütte in Flammen stand, wachte er gerade noch rechtzeitig auf. Mit verbrannten Kopf- und Brusthaaren rannte er ins Freie, teilte die Polizei mit.

Bei Verkehrsunfällen kamen nur wenige Menschen zu Schaden. In der Nacht zum Dienstag wurden bei einem Unfall auf einer Bundesstraße in Gladbeck drei Menschen verletzt.

Ein 20 Jahre alter Autofahrer war ins Schleudern geraten und in den Gegenverkehr gerutscht. Dort prallte er mit zwei Autos und einem Lastwagen zusammen. Zwei 65 und 68 Jahre alte Frauen wurden schwer, ein 52-Jähriger Autofahrer leicht verletzt.

Wenige Stunden zuvor geriet auf der Autobahn 43 bei Bochum eine Frau mit ihrem Wagen auf Schneeresten ins Schleudern und kam schließlich quer zum Stehen. Der Fahrer eines Kleintransporters konnte nicht mehr ausweichen und fuhr gegen das Auto der Frau, die schwer verletzt wurde.

Mit zwei freigekratzten Gucklöchern im Bierdeckelformat hat ein Autofahrer in Wesel den Begriff „freie Sicht” auf eine ganz eigene Art für sich ausgelegt. Unfallfrei bewegte sich der 55-Jährige mit seinem Wagen über eine Landstraße, bis die Polizei seine „Blindfahrt” stoppte. Der Mann wurde verwarnt.

Und auch vor der Polizei selbst machte die Eiseskälte nicht Halt: Auf dem Dachboden des Bochumer Polizeipräsidiums platzte ein Kühler der Lüftungsanlage und setzte das Kriminallabor unter Wasser. Die Ermittlungsakten konnten jedoch gerettet werden: „Kein Betrüger wird seiner Strafe entgehen”, hieß es im Polizeibericht.
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