Sterbehilfe in den Niederlanden nimmt zu

Von: epd
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Den Haag. In den Niederlanden wurden im vergangenen Jahr 2331 Fälle von aktiver Sterbehilfe und Hilfe bei Selbsttötung gemeldet.

Dies sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht der Prüfungskommissionen hervorgeht. In den meisten Fällen hätten die Ärzte sich an die gesetzlich festgelegten Bedingungen gehalten, erklärte der Vorsitzende der Kommission, Jan Suyver. Zehn Fälle seien jedoch der Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Dem Bericht zufolge wurde in den Niederlanden im vergangenen Jahr in 2146 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet. In 152 Fällen fand eine Hilfe zur Selbsttötung statt, 33 Mal gab es dem Bericht zufolge eine Kombination aus beidem. Die meisten Patienten litten dem Bericht zufolgen an Krebs im letzten Stadium und seien zu Hause gestorben. Fürs dieses Jahr erwartet Kommissions-Vorsitzender Suyver eine weitere Zunahme der Sterbehilfe um etwa 20 Prozent.

Nach dem niederländischen Sterbehilfegesetz aus 2002 ist aktive Sterbehilfe nur dann nicht strafbar, wenn der Patient unerträglich und aussichtslos leidet und mehrfach ausdrücklich um aktive Sterbehilfe gebeten hat. Ein Arzt muss außerdem mindestens einen anderen unabhängigen Arzt zurate ziehen und jeden Fall bei den regionalen Kommissionen melden.

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