Stawag Music Award: „A Guy Named Z” sahnt ab

Von: Katrin Haas
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Mit Progressive-Rock aufs Sieg
Mit Progressive-Rock aufs Siegertreppchen: „A Guy Named Z” setzten sich beim „Stawag Music Award” am Sonntagnachmittag auf dem Markt gegen eine starke Konkurrenz durch. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Als die fünf Jungs aus Erkelenz die Bühne stürmen, wird es auf dem Marktplatz noch ein paar Dezibel lauter. „A Guy Named Z” spielen eine Mischung aus (New-)Metal, Progressive-Rock und Alternative. „Ich hoffe, wir haben euch nicht erschreckt”, ruft Sänger Yannick nach dem ersten Lied ins Publikum.

Jurymitglied Samuel Dickmeis vom Musikbunker erklärt nach ihrem Auftritt: „Ihr habt mit angezogener Handbremse gespielt. Denkt nicht darüber nach, was die anderen sagen.” Da haben sich die Fünf wohl eindeutig unterschätzt, denn sie gewinnen den ersten Platz beim „Stawag Music Award 2012”, präsentiert auch von der AZ.

Zum neunten Mal unterstützt die Stawag mit ihrem Wettbewerb die Nachwuchsbands der Region. AZ-Redakteur Robert Esser und Svenja Klein von „center.tv” moderieren die Veranstaltung vor mehreren tausend Zuschauern. Sechs Bands treten gegeneinander an, aber: „Musik ist eine Leidenschaft, der Wettbewerb ist Nebensache”, stellt Sänger Patrick von „The Coconut Butts” fest.

Alle Bands freuten sich über die Gelegenheit, 20 Minuten lang vor so einem großen und neugierigen Publikum zu spielen. „Wir achten auf Gesang, Ausdruck und Kreativität”, sagt Eva Wußing von der Stawag, Neben ihr gehören Reno Schnell, jüngst zur besten Gitarristin Europas gewählte Musikerin, Nicole Diefenthal vom Zeitungsverlag, die Journalisten Sebastian Dreher, Constantin Salaske und Peter Engels sowie Samuel Dickmeis vom Musikbunker der Jury an. „Wir hatten sehr hoch qualifizierte Bewerbungen, die lagen alle sehr nah beieinander”, sagt Wußing. 21 Bands bewarben sich, sechs Finalisten spielen am Sonntagnachmittag auf.

Die Gewinnerband „A Guy Named Z” erhält als Preis einen Tag im Tonstudio mit dem Bassisten Peter Sonntag und kann einen Proberaum im Musikbunker für ein Jahr nutzen. Den zweiten Platz belegen „The Seed & the Crowbar”, die vier Jungs waren bereits zum zweiten Mal auf der Bühne des „Stawag Music Awards”. Sie nehmen zurzeit ein Album auf und kommen bestens an. Tanzbare Musik à la Ska, Punk, Reggae und Rock spielen „The Coconut Butts”, sie werden Dritter. Die sechs Jungs aus der Eifel warnen ironisch vor ihrer Pyrotechnik-Show und schießen aus Konfettikanonen. Die ersten drei Bands erhalten außerdem Geldpreise.

Doch nicht nur die Kombos auf dem Treppchen legen eine gute Show hin: Mit der Sängerin der Band „Slim Jester” tritt die einzige Frau und mit 16 Jahren auch die jüngste Teilnehmerin auf und begeistert mit ihrer Stimme. „Aix Immigrants” spazieren komplett in Weiß auf die Bühne und die Band „Freibad” in Bademeister-Outfit. Wer Musik der „Ärzte” mag, liegt auch bei „Freibad” nicht falsch. „Das waren die kürzesten 20 Minuten meines Lebens”, sagt Sänger und Gitarrist Philipp.
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