Stalker soll Ex-Freundin tagelang eingesperrt haben

Von: dapd-nrw
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Düsseldorf. Ein Stalker steht seit Freitag vor Gericht, der seine Ex-Freundin tagelang eingesperrt und misshandelt haben soll. Dem 24-Jährigen wird Geiselnahme, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung, Beleidigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Zum Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht wies der arbeitslose Mann die Vorwürfe zurück, wurde aber anschließend vom Opfer schwer belastet.

Die Bürokauffrau erklärte, sie habe die Beziehung zum Angeklagten im Juni 2010 beendet. Schon während der gemeinsamen Zeit sei er häufig aggressiv gewesen und habe sie geschlagen. Nach der Trennung sei die Situation dann eskaliert.

Er habe ihr aufgelauert, sei durchs Fenster in ihre Wohnung in Meerbusch eingedrungen und habe sie hier im Juli 2010 fünf Tage lang gefangen gehalten. Außerdem habe er sie misshandelt und geschlagen. Bei weiteren Zwischenfällen im November sei er erneut in ihre Wohnung eingedrungen und habe sie erheblich verletzt.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte das Amtsgericht Düsseldorf dem Mann per einstweiliger Verfügung jegliche Kontaktaufnahme zum Opfer untersagt. Weil er sie dennoch immer wieder angerufen, angeschrieben und ihr vor ihrer Arbeitsstelle aufgelauert hatte, wurde er im Januar von der Polizei festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Vor Gericht sagte der Angeklagte, seine Ex-Freundin habe sich alles nur ausgedacht. Die festgestellten Verletzungen habe sie sich selbst zugefügt.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem 24-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft. Das Urteil soll am 6. Mai verkündet werden.
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