Köln - Staatsanwalt fordert Haftstrafen für „Netto-Räuber”

Staatsanwalt fordert Haftstrafen für „Netto-Räuber”

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Köln. Für die beiden „Netto-Räuber”, die jahrelang Supermärkte in ganz Deutschland überfallen haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von acht und sechs Jahren gefordert.

Der Ankläger sah es am Montag vor dem Kölner Landgericht als erwiesen an, dass die Männer - in unterschiedlicher Tatbeteiligung - insgesamt rund 750.000 Euro erbeutet hatten. Das Urteil soll an diesem Dienstag gesprochen werden.

Der 38 Jahre alte Haupttäter hatte vor Gericht zugegeben, sich bei den meisten Taten als Prüfer der Supermarktkette ausgegeben zu haben - und so mühelos in die jeweiligen Marktleiterbüros gelangt zu sein. Dort zwang er die Angestellten mit einer Schusswaffen-Attrappe, ihm die Beute zu übergeben. Das Duo hatte es bei den Überfällen zwischen November 2005 bis Mai 2011 vor allem auf den Discounter Netto abgesehen.

Profitiert hatte der 38-Jährige vom Insider-Wisser seines 39 Jahre alten Komplizen, der bei Netto als Gebietsleiter arbeitete. Er fuhr bei einem Teil der Taten die Fluchtfahrzeuge und stand während den Überfällen Schmiere.

In seinem Plädoyer kreidete der Staatsanwalt beiden Männern besonders an, dass ihre Opfer bei den Überfällen zum Teil erheblich traumatisiert worden seien und noch heute unter den psychischen Folgen litten.

Die Homepage wurde aktualisiert