Aachen - Sportlerwahl: Jakob Scherrers und die „Ladies in Black“ geehrt

Sportlerwahl: Jakob Scherrers und die „Ladies in Black“ geehrt

Von: chc
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Als Jakob Scherrers auf der Bühne den Egidius-Braun-Preis für sein Engagement rund um den Frauenfußball bekam, reckte er die Trophäe in die Höhe, und zwar so, dass sein Gesicht dahinter verschwand. Das passte ganz gut, denn er legt Wert darauf, dass diese Auszeichnung nicht ihm allein gehört. Scherrers, 74, und seit beinahe 50 Jahren Trainer der Fußballerinnen von Waldenrath-Straeten, widmete den Preis seinem Team. Und seiner Frau Käthe. „Sie ist kein Fußballfan“, sagte Scherrers: „Aber sie hat diese Leidenschaft 47 Jahre lang toleriert. Dafür danke ich Käthe.“

Aachen. Bei den Brauns ist es so, dass die extrem langen Distanzen zu einer recht naheliegenden Frage führen, gestellt wird sie bei der Sportlerwahl unserer Zeitung. Die Brauns, das sind Marion und Wolfgang aus Simmerath-Eicherscheid, seit 34 Jahren miteinander verheiratet, seit 22 Jahren zusammen auf der Laufstrecke unterwegs.

Die Distanzen sind mit der Zeit gewachsen, im vergangenen Jahr sind beide Weltmeister ihrer jeweiligen Altersklasse über 100 Kilometer geworden, und auch an diesem Abend absolvieren sie die Strecke gemeinsam. Sie führt auf die Bühne, zu Bernd Mathieu, Christoph Pauli und Achim Kaiser, die die Sportlerwahl moderieren. Die Brauns werden ausgezeichnet, sie als Sportlerin des Jahres, er als Sportler des Jahres. Gute Gelegenheit mal die Frage zu stellen: Wer ist eigentlich schneller?

Marion und Wolfgang müssen lachen, sie schauen einander an. Heikles Thema? Ein bisschen, ja. Marion Braun formuliert es schließlich so: „Mein Mann gibt mir immer mit auf den Weg: ‚Warte nicht auf mich.‘ Ja, was soll ich denn da machen?“ Jetzt lacht auch das Publikum.

Verzichten muss es leider auf die „Ladies in Black“, Aachens Bundesligavolleyballerinnen spielen an diesem Abend in Stuttgart. Die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres nehmen Hallensprecher André Schnitker und Außenangreiferin Zoe Liedtke entgegen. Die Stimmung im Team sei fantastisch, ob das am Ende reicht, um sich für die Play-offs zu qualifizieren, darauf wollte Schnitker sich nicht festlegen. Er sagte: „Ich denke, wir werden jetzt von Spiel zu Spiel schauen und erst mal kleine Brötchen backen.“

Ein Satz, der so sehr zum Sport gehört, dass an anderer Stelle für seine Verwendung eine Strafzahlung fällig wäre. Und ohne Zahlen geht im Sport natürlich auch rein gar nichts. Also: 88, 55. Die erste bezieht sich auf die Jahre, die vergangenen sind, seit Martin Ratajczak geboren wurde. Die zweite auf die Zahl der Jahre, in denen er als Fotograf für unsere Zeitung im Einsatz ist.

Von der Kreisliga bis zur Bundesliga, von der Rassekaninchen-Ausstellung bis zur Reit-EM, wie es in der Laudatio hieß. Ratajczak, „Tausendsassa der Aachener Lichtbildkunst“ wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

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