Spendenkampagne soll Mobbing-Beratung sichern

Von: Robert Baumann
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Aachen. Betritt man den Raum, wird gelästert, getuschelt und gelacht. Es werden Gerüchte gestreut und die berufliche Kompetenz in Frage gestellt. So ergeht es in Deutschland täglich rund 1,5 Millionen Menschen.

Sie sind von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Bei der Mobbing-Kontaktstelle im Bistum Aachen bieten 40 ehrenamtliche Mitarbeiter Hilfe für Betroffene an. Seit 2001 wird die Kontaktstelle von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, der DGB-Region NRW Süd-West, dem Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath und dem Bistum gemeinsam getragen.

Um die Beratung in dem jetzigen Umfang bei gleichbleibend hoher Qualität weiterhin anbieten zu können, hat die Kontaktstelle eine Spendenkampagne gestartet. Unter dem Motto „Für Fairness in der Arbeitswelt. Keine Chance für Mobbing! Qualifizierte Mobbingberatung benötigt Unterstützung” soll mit Broschüren und Flyern auf das Angebot aufmerksam gemacht und Gelder akquiriert werden.

„Der Bedarf an Beratung ist sehr hoch. Allein in den letzten fünf Jahren hat sich die Nachfrage fast verdoppelt. Um unsere Mitarbeiter bestmöglich zu schulen, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen”, sagt Rainer Rißmayer, Mitarbeiter und Berater vom Nell-Breuning-Haus.

Die Betroffenen kommen aus jeder Berufssparte. „Von der Bäckereifachverkäuferin bis zum Bänker ist alles vertreten. Ich bin häufig die erste Ansprechpartnerin und suche gemeinsam mit ihnen nach Lösungsstrategien”, sagt Margret Gerdes, Beraterin am Mobbingtelefon. In der Kontaktstelle gehen jährlich 250 Anfragen ein. Zusätzlich werden 70 bis 80 Menschen persönlich beraten. Weitere Informationen und Hilfe erhalten Interessierte kostenlos von montags bis freitags von 18 bis 20 Uhr unter 0800/1820182.
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