Spektakulärer Befreiungsversuch: Polizei erschießt Fluchthelfer

Von: red/dpa
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Die niederländische Polizei konnte am Mittwoch einen spektakulären Befreiungsversuch vereiteln. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kam es zu einer Schießerei. Foto: Günter Jungmann
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Die niederländische Polizei konnte am Mittwoch einen spektakulären Befreiungsversuch vereiteln. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kam es zu einer Schießerei. Foto: Günter Jungmann
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Die niederländische Polizei konnte am Mittwoch einen spektakulären Befreiungsversuch vereiteln. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kam es zu einer Schießerei. Foto: Günter Jungmann
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Die niederländische Polizei konnte am Mittwoch einen spektakulären Befreiungsversuch vereiteln. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kam es zu einer Schießerei. Foto: Günter Jungmann

Roermond. Einen spektakulären Befreiungsversuch hat die niederländische Polizei am Mittwochnachmittag in Roermond vereitelt. Ersten Erkenntnissen zufolge sollte ein führender Kopf der Amsterdamer Mafia aus dem Gefängnis befreit werden. Bei der wilden Verfolgungsjagd kam es auch zu einem Feuergefecht zwischen Polizei und Fluchthelfern.

Dabei wurde einer der mutmaßlichen Fluchthelfer so stark verwundet, dass er später verstarb. Drei weitere Tatverdächtige wurden festgenommen. Wie das niederländische Nachrichtenportal 1limburg.nl berichtet, wollten die Männer vermutlich Benaouf A., Kopf einer Amsterdamer Mafiabande, aus dem Roermonder Gefängnis befreien. 

Befreiung mit dem Helikopter 

Demnach wollten die Männer A. mit einem Helikopter zur Flucht verhelfen. Die niederländische Polizei vereitelte allerdings die geplante Entführung des Helikopters. Daraufhin begann eine wilde Verfolgungsjagd. In der Stadt Roosteren, etwa 15 Kilometer von Selfkant entfernt, endete diese. Es kam zu einem Schusswechsel zwischen den Flüchtigen und der Polizei, die einen der Fluchthelfer erschoss. Bei einem der Verdächtigen wurden Teile einer automatischen Schusswaffe gefunden. 

Benaouf A. war einer der führenden Köpfe im Amsterdamer „Mocro-Krieg“, in dem es unter anderem um Drogenhandel ging. Seit letztem Jahr sitzt er im Roermonder Gefängnis eine zwölfjährige Haftstrafe wegen der Beteiligung am Mord des marokkanischen Drogenhändlers Najeb B. ab. B. wurde 2012 für das Verschwinden von 225 Kilogramm Kokain im Hafen von Antwerpen verantwortlich gemacht, A. erschoss ihn in einem Hotel in der belgischen Hafenstadt. Wie sich herausstellte, hatte die belgische Polizei die Drogen beschlagnahmt. Auch auf A. selbst war in Amsterdam schon ein Anschlag verübt worden, bei dem zwei andere Männer erschossen wurden.

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