Aachen - So klang 2016 in unserer Redaktion (Teil 1)

So klang 2016 in unserer Redaktion (Teil 1)

Von: red
Letzte Aktualisierung:
Musikalischer Jahresrueckblick 1
Im ersten Teil unseres musikalischen Jahresrückblicks: Chef vom Dienst Amien Idries (l.) und stellvertretender Chefredakteur Thomas Thelen über ihre Lieblingslieder des Jahres.

Aachen. Das Jahr neigt sich dem Ende und bevor das nächste beginnt, wagen wir noch einen Blick zurück - und zwar ganz abseits der großen Schlagzeilen. Wir fassen zusammen, wie sich das Jahr in unserer Redaktion angehört hat. Den Startschuss geben unser Chef vom Dienst, Amien Idries, und unser Stellvertretender Chefredakteur, Thomas Thelen.

Amien Idries

Die Beginner - Ahnma: Hip-Hop-Comeback I: Die Beginner sind zurück, „Ahnma“ ist das erste Lebenszeichen seit 13 Jahren. Und was für eins! Deeper Schiffshornsound bringt Hamburg wieder auf die Rapkarte.

Michael Kiwanuka - Black Man In A White World: Wer hier still sitzen bleiben kann, ist tot. Michael Kiwanuka hat mit „Love & Hate“ nicht nur das Album des Jahres abgeliefert, sondern mit „Black Man In A White World“ auch ein Stück, das unmittelbar in Herz, Hirn und Ohr geht. Schon jetzt ein Klassiker.

Bruno Mars - 24K Magic: Ja, Bruno Mars ist ziemlich künstlich. Ja, seine Musik ist auch auf seinem dritten Album immer eine Spur zu glatt produziert. Ja, man würde ein Bruno-Mars-Stück eher in der Playlist eines Teenagers erwarten. Wenn man den Bedenkenballast aber abwirft, muss man erkennen, dass der Hawaiianer der erste Kandidat für die Michael-Jackson-Nachfolge ist.

Lady Wray - It´s Been A Long Time: Kaum zu glauben, aber dieses Stück ist tatsächlich aus dem Jahr 2016. Guter Soul im Motown-Gewand mit 60er-Flair. Ein bisschen Nostalgie hat noch niemandem geschadet.

The Dirty Nil - Wrestle Yü To Hüsker Dü: The Dirty Nil sind die Gitarrenentdeckung des Jahres. Rotzig, dreckig, frech. Große Melodien mit Garagenhaltung vorgetragen. So würden Hüsker Dü vielleicht heute klingen.

Captain PlanET - Vom Ende an: Melodie können die Herren von Captain PlanET auch. Dazu gibt es druckvolle Riffs, griffige Texte, geballte Fäuste und ganz viel Haltung. Call it Punkrock, call it Emo, call it Postpunk. Eigentlich egal.

Jochen Distelmeyer - Toxic: Unter dem Soundkleister von Pophits steckt oft ein richtig gutes Stück Musik. Jochen Distelmeyer legt mit Gitarre und Gesang die Brillanz von Britney Spears´ „Toxic“ frei. Sie sollte ihm danken.

Solange - Don´t Touch My Hair: Wessen große Schwester Beyoncé Knowles heißt, der sollte sich gut überlegen, ob das Musikbusiness das Richtige für ihn ist. Solange Knowles hat der große Schatten der Schwester offensichtlich nicht abgehalten. Ihr drittes Soloalbum ist ein Meisterwerk. Politisch, erdig, poetisch. Besser geht Neo-Soul nicht.

De La Soul - Drawn: Hip-Hop-Comeback II: De La Soul sind nach zwölf Jahren zurück. Die Native-Tongue-Pioniere haben ihr Album per Crowdfunding finanziert und alle Instrumente live einspielen lassen. Herausgekommen ist eine Ode an die Musik, aus der „Drawn“ noch ein wenig heraussticht. Gezupfte Streicher, zurückgenommene Beats, ätherischer Gesang. Ist das noch Hip-Hop? Egal.

Moop Mama - Meermenschen: Ein Rapper und eine neunköpfige Blaskapelle fassen ihre Haltung zum Thema Flüchtlinge in poetisch-politische Texte und ergreifende Musik.

Hier geht es zu Amien Idries' Spotify-Playliste.

 

Thomas Thelen

Radiohead - A Moon Shaped Pool: Dieser kleine und so feine Beat weist den Weg durch diesen schön reduzierten Song.

Lambchop - In Care of 8675309: Elf Minuten, 51 Sekunden, es kann nicht lang genug sein

Daughter - How: Die kleinen Geschwister von Galaxie 500. Erinnerungen. Damals.

David Bowie - I can't give everything away: Man meint, man schwebt irgendwo hoch oben rum. Könnte der Himmel sein.

Tortoise - At Odds with Logic: Könnte auch ein Cocteau-Twins-Stück sein. Bitte um Reunion!

Underworld - Low Burn: Soundtrack für die Autofahrt durch die nächtliche Großstadt. Egal welche.

Nick Cave - Rings of Saturn: Seine sentimentalen Songs sind die besten. Grinderman braucht kein Mensch.

Kate Tempest - Lionmouth Door Knocker: Gib nicht auf, auf uns einzureden, liebe Kate. Bitte gib niemals auf!

Guided by Voices - Kid on a Ladder: Weil es immer noch kurz und schmerzlos geht. Gitarre, Bass, Drums, Gesang, DANKE!

James Blake: Der andere Entwurf zu dem ganzen Mist, den man sich so anhören muss.

Hier geht es zu Thomas Thelens Spotify-Playliste.

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