Silvester-Übergriffe: Asylbewerber aus Würselen gesucht

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Köln Hauptbahnhof
Hunderte Frauen wurden von Männern vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft in der Silvesternacht umzingelt, sexuell bedrängt, bestohlen. Foto: dpa

Aachen/Würselen. Im Zusammenhang mit schwerer sexueller Nötigung und Diebstahl in der Silvesternacht in Köln wird nach einem marokkanischen Asylbewerber gesucht, der zuletzt unter verschiedenen Identitäten in Asylunterkünften in Würselen gelebt hat.

Eine Frau, die in der Silvesternacht Opfer einer schweren sexuellen Nötigung geworden sei, hatte den 19-Jährigen „zu 100 Prozent“ auf Fotos erkannt, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag.

Ihrem Freund sei das Portemonnaie gestohlen worden. Insgesamt seien in dieser einen Sache Ermittlungsverfahren gegen acht Beschuldigte eingeleitet worden. Bei Durchsuchungen an mehreren Orten in NRW am Freitag sei nur einer der Beschuldigten angetroffen worden, sagte Bremer. 20 Mobiltelefone wurden bei ihm sichergestellt.

In der ersten Unterkunft in Würselen soll der Marokkaner nach Informationen von „Spiegel-TV“ wegen Gewalttätigkeiten und Drogenkonsum Hausverbot erhalten haben. Zuletzt lebte er in der zweiten Unterkunft unter falschem Namen und wurde von den Ermittlern nicht mehr angetroffen. Sein Aufenthaltsort sei unbekannt, sagte Oberstaatsanwalt Bremer am Montag.

Der 19-Jährige ist nicht nur in der Silvesternacht polizeilich in Erscheinung getreten. Nach Angaben des Oberstaatsanwalts in Köln stand er im Januar mit einem weiteren Täter in einem beschleunigten Verfahren wegen Diebstahls vor dem Kölner Amtsgericht.

Die vom Gericht verhängte Woche Jugendarrest wurde laut Bremer mit der Hauptverhandlungshaft abgegolten, so dass beide sofort wieder auf freien Fuß kamen. Nach Informationen von „Spiegel-TV“ wurde er nur kurz nach der Freilassung wieder bei zwei Diebstählen in Aachener Geschäften erwischt.

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