Sicherheitsmaßnahmen in NRW erhöht

Von: Erich Reimann und Michael Bosse, dapd
Letzte Aktualisierung:
Panzerwagen vor Flughafen Düsseldorf
Nach der Terrorwarnung der Bundesregierung sind in Nordrhein-Westfalen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Foto: dpa

Düsseldorf. Wegen der erhöhten terroristischen Bedrohungslage sind auch in Nordrhein-Westfalen die Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden. „Wir nehmen die erhöhte Gefährdungslage ernst”, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf.

Bislang gebe es aber „keine Hinweise auf konkret bevorstehende Anschläge in Nordrhein-Westfalen”, betonte der Minister.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte zuvor in Berlin erklärt, dass sich die Hinweise auf Terroranschläge „verstärkt” hätten. So gebe es „Hinweise eines ausländischen Partners, nach denen Ende November mutmaßliche Anschlagsvorhaben umgesetzt werden”. Angaben zu konkreten Anschlagszielen machte er nicht.

Laut dem NRW-Innenministerium treffen die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern schon seit längerem in enger Abstimmung Vorkehrungen auf hohem Niveau. „Die nordrhein-westfälische Polizei führt bereits intensive Maßnahmen an möglichen gefährdeten Objekten durch”, erklärte NRW-Innenminister Jäger. Vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage verstärkt die Polizei ihre Präsenz, insbesondere an Orten mit hohem Publikumsverkehr wie an Flughäfen und Bahnhöfen. „Es ist wichtig, die Menschen zu sensibilisieren, wachsam zu sein”, sagte Jäger. Zugleich warnte der Minister aber vor Panikmache.

Laut dem Sprecher der Bundespolizeidirektion St. Augustin, Jens Flören, wurden unter anderem die sichtbare Polizeipräsenz an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn erhöht und die Kontrollen intensiviert. Dafür würden zusätzliche Beamte eingesetzt. Mit größeren Wartezeiten oder Verspätungen im Reiseverkehr durch die Sicherheitsmaßnahmen sei aber nicht zu rechnen, meinte der Sprecher.
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