Aachen - Sexualmoral ist Glaubenshindernis

Sexualmoral ist Glaubenshindernis

Von: cs
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Auch im Bistum Aachen ranken sich viele Probleme der Gläubigen in Ehe- und Familienfragen um die Einstellung der Kirche zur Sexualität.

Das hat die Umfrage im Auftrag von Papst Franziskus ergeben, der die Bischöfe weltweit um ein Stimmungsbild zu Themen wie Scheidung, vorehelichem Sex, Verhütungsmitteln und homosexuellen Partnerschaften gebeten hatte.

Das Erzbistum Köln hatte vorige Woche Freitag die Ergebnisse ihrer Umfrage veröffentlicht. Demnach gibt es dort „eine starke Differenz zwischen kirchlicher Lehre und dem Leben der Katholiken“. Mehrere Tausend Gläubige aus allen maßgeblichen Gremien und Verbänden brachten sich in Köln ein.

In Aachen haben sich nach Angaben des Generalvikariats rund 30 Personen und Gruppen beteiligt. Kritisiert wird von ihnen unter anderem, dass die kirchliche Ehe- und Sexualmoral „für viele ein Glaubenshindernis“ darstelle. Statt starrer Richtlinien sollte die Eigenverantwortung des Einzelnen und der Familien unterstützt werden. Wiederverheiratete Geschiedene hätten sich entweder enttäuscht von der Kirche abgewandt oder die Sakramente nach einer Gewissensentscheidung weiter empfangen.

Bemängelt wurden in den Rückmeldungen aus den Gemeinden im Bistum Aachen die Art der Formulierungen im Fragebogen sowie die Kürze der Antwortzeit. Offenbar ist das Tempo des neuen Papstes für sein Kirchenvolk noch ungewohnt: Er hatte den Bistümern genau vier Wochen Zeit gelassen, um die Einstellungen der Gläubigen zu ergründen.

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