London/Aachen - Sexualdelikt: Briten bitten Aachener um Hilfe

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Sexualdelikt: Briten bitten Aachener um Hilfe

Von: all/ddp/dpa
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London/Aachen. Im Fall des vermissten britischen Mädchens Madeleine ist am Wochenende auch die Stadt Aachen in die Schlagzeilen geraten. Nach Berichten britischer Medien soll sich derzeit im Dreiländereck ein britischer Staatsbürger aufhalten, bei dem nicht ausgeschlossen werden könne, dass er etwas mit dem Verschwinden des seit zwei Jahren gesuchten Kindes zu tun hat.

Der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass britische Ermittlungsbehörden sich am späten Freitagnachmittag mit einem Rechtshilfeersuchen an ihre Aachener Kollegen gewandt haben. Die Staatsanwaltschaft werde in den nächsten Tagen entscheiden, ob dem wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs vorbestraften Mann eine DNA-Probe entnommen wird.

Berichte, nach denen der 64-Jährige derzeit im Aachener Universitätsklinikum wegen einer Krebserkrankung behandelt werde, wollte Deller nicht bestätigen. Seine Behörde müsse den genauen Aufenthaltsort des Mannes noch feststellen.

Nach Angaben des Aachener Oberstaatsanwaltes soll der Tatverdächtige in Aachen zur Vergewaltigung zweier minderjähriger Mädchen im Jahr 1975 befragt werden. Das Rechtshilfeersuchen beziehe sich nicht auf den Fall Madeleine. „Die Verbindung zu diesem Fall ist offenbar von britischen Medien dazugedichtet worden”, sagte Deller unserer Zeitung. „Es gibt keine Anhaltspunkte für Berichte, nach denen sich der Mann zum Zeitpunkt des Verschwindens von Madeleine auf portugiesischen Campingplätzen herumgetrieben haben soll.”

Nach Meldungen britischer Medien hatte ein Paar, das in Portugal Urlaub gemacht und den Mann getroffen hatte, Privatermittlern, die von Madeleines Eltern beauftragt worden waren, Hinweise auf den vorbestraften Sexualverbrecher gegeben. Er soll dem Phantombild eines Verdächtigen sehr ähnlich sehen. Die portugiesische Zeitung „Publico” berichtete indessen, der 64-Jährige sei zwar im Fall Madeleine ins Visier der Fahnder gerückt, aber von der Polizei in Portugal bereits als Verdächtiger ausgeschlossen worden. Er sei einer von 150 Sexualstraftätern gewesen, die nach dem Verschwinden der damals Dreijährigen verhört wurden.
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