Köln - Sex-Täter mit perverser Masche seit Jahren in Köln unterwegs

Sex-Täter mit perverser Masche seit Jahren in Köln unterwegs

Von: Stephan Mohne
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klingelschild
Mit einer üblen Masche hat der Täter jahrelang bei alleinstehenden Frauen geklingelt. Foto: ddp

Köln. Mit einer üblen Masche treibt ein Mann in Köln sein Unwesen. Und das seit sage und schreibe rund fünf Jahren.

Er klingelt bei - meist alleinstehenden - Frauen, gibt vor, behindert zu sein und seine Arme nicht bewegen zu können. Daraufhin bittet er die Frauen, deren Toilette benutzen zu können und ihm beim Toilettengang zu helfen.

Die Hilfsbereitschaft seiner Opfer nutzt er - offenbar rhetorisch geschickt - aus, um die Frauen dazu zu bringen sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. In Einzelfällen, so heißt es in einer internen Mitteilung der Kölner Polizei, habe er dies bis zur Ejakulation forttreiben können. Nach Informationen der Aachener Zeitung geht die Polizei mittlerweile davon aus, dass der Täter auch für bislang ungeklärte Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Frage kommen könnte.

Seine Taten, so heißt es weiter, habe er in großen zeitlichen Abständen verübt. Zumindest jene, die der Behörde mittels Anzeige bekannt gemacht wurden. Allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass „ein Großteil” seiner Taten noch gar nicht bekannt geworden ist, weil seine Opfer sie aus Schamgefühl heraus nicht zur Anzeige gebracht hätten.

Die jüngste angezeigte Tat datiert auf den 18. Dezember 2009. Hinsichtlich der Identität des von den Opfern „überwiegend als 30 bis 40 Jahre alt” beschriebenen Mannes tappt die Polizei offenbar noch im Dunkeln. Doch offenbar ist Köln auch nicht das einzige Betätigungsfeld des Mannes. In Krefeld und bei Bonn soll er auch bereits unterwegs gewesen sein.

Nachfragen will die Kölner Polizei derzeit unter Berufung auf „ermittlungstaktische Gründe” nicht beantworten. Keine Antworten gibt es auch auf die Fragen, wieviele Fälle bislang registriert wurden oder ob seit 2005 die Bevölkerung warnend über die perverse Masche informiert wurde beziehungsweise ein Suchaufruf nach möglichen weiteren Opfern und Zeugen erging. Nach der neuesten Tat im Dezember war das jedenfalls nicht geschehen.
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