Serienvergewaltiger soll in Sicherheitsverwahrung

Von: dpa
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Mönchengladbach. Ein 39-jähriger Serienvergewaltiger aus Mönchengladbach soll auch nach Ablauf seiner Haftstrafe in Sicherheitsverwahrung bleiben.

Das forderte die Staatsanwaltschaft am Freitag vor dem Landgericht Mönchengladbach. Der Mann war dort im Dezember 1999 zu insgesamt neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Am 28. Mai solle sich entscheiden, ob er nach der Strafe ein freier Mann sein wird, teilte der Pressesprecher des Landgerichts, Joachim Banke, mit. Der verurteilte Straftäter hatte mehrfach Frauen sexuell missbraucht und vergewaltigt.

Am ersten Verhandlungstag sprach ein Sachverständiger zugunsten des Angeklagten. Nach seiner Auffassung bestehe durchaus eine Chance, dass der Mann in Freiheit leben könne, ohne weitere Verbrechen zu begehen, berichtete Banke. Ein weiterer Sachverständiger attestierte dem 39-Jährigen allerdings gewalttätige, brutaler werdende sexuelle Fantasien. Dieser Gutachter soll am 27. Mai vor Gericht gehört werden, ein weiterer am darauffolgenden Verhandlungstag.

Um nachträgliche Sicherheitsverwahrung anordnen zu können, muss das Gericht Gutachten von mindestens zwei Sachverständigen einholen. Die Sachverständigen sowie der Angeklagte äußern sich vor Gericht. Ergibt sich dann der Eindruck, dass der Täter erneut schwere Straftaten begehen könnte, kann der Richter auf Sicherheitsverwahrung entscheiden. Das Urteil im Fall des Mönchengladbachers soll nach insgesamt drei Verhandlungstagen am 28. Mai gesprochen werden.

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