Seit Jahresbeginn sind 44.000 Flüchtlinge nach NRW gekommen

Von: dpa
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Ralf Jäger
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD). Foto: dpa

Düsseldorf. In diesem Jahr sind laut Innenminister Ralf Jäger (SPD) rund 44.000 weitere Flüchtlinge nach NRW gekommen. 34.522 wurden NRW vom Bund zugewiesen - das sind 136 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie aus einem Bericht des Ministers an den Ausschuss für Kommunalpolitik im Landtag hervorgeht.

Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Bei den übrigen rund 9500 Zuwanderern handele es sich vor allem um vorübergehend untergebrachte Menschen, die selbst nach NRW gekommen seien. Sie seien bereits in andere Bundesländer weitergeleitet worden. 375 Menschen wurden dem Bericht zufolge im Januar aus Nordrhein-Westfalen abgeschoben. Zudem stimmte das Land rund 1000 Anträgen zur finanziellen Unterstützung bei freiwilliger Ausreise zu. Wie viele Asylsuchende tatsächlich freiwillig ausgereist sind, dazu lägen allerdings noch keine Zahlen vor.

Dem Bericht des Innenministeriums zufolge sollen in den kommenden Monaten elf neue Flüchtlingsunterkünfte ihren Betrieb aufnehmen. Die Standorte seien unter anderem Köln/Bonn, Düsseldorf, Meschede, Ratingen und Wuppertal. An neun weiteren Standorten sollen Notunterkünfte zu Regelunterkünften ausgebaut werden. Insgesamt war am 25. Februar in NRW-Flüchtlingsunterkünften Platz für knapp 80.600 Menschen.

Künftig sollen alle ins Land kommenden Flüchtlinge in einer neuen Einrichtung in Bochum registriert werden, wie das Innenministerium bereits in der vergangenen Woche mitteilte. Außerdem will Dortmund auf Bitten des Landes eine neue Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) für 1200 Flüchtlinge bauen.

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