Seeberger: „Wir sind in fast jedem Punkt deckungsgleich”

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
Jürgen Seeberger
Trainer Jürgen Seeberger.

Aachen. Die Überraschung der Zuhörerschaft hielt sich in Grenzen: Alemannias Sportdirektor Andreas Bornemann hatte zunächst öffentlich gemacht, er wolle in der Trainerfrage eine schnelle Entscheidung treffen, dann hatte er erklärt, er wolle mit Trainer Jürgen Seeberger verlängern, zuletzt den Zeitpunkt der Verkündung in diese Woche gelegt.

Am Donnerstagmittag schließlich stieg weißer Rauch über dem Tivoli auf - Habemus Trainer sozusagen.

Trainerlos war Alemannia Aachen zwar auch vor diesem Zeitpunkt nicht, aber definitiv war in diesem Moment, dass auch in der kommenden Saison Jürgen Seeberger, dessen Vertrag mit der 34. Partie der laufenden Spielzeit geendet wäre, auch in der Saison 2009/2010 Übungsleiter der Alemannia ist. Der neue Vertrag des 43-Jährigen wurde um zwölf Monate bis zum 30. Juni 2010 verlängert.

Über Vertragsbestandteile wie mögliche Gehaltserhöhungen oder Optionen auf Verlängerung haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart - und auch gehalten.

Aber diese vertraglichen Details scheinen bei der ersten klaren Marke, die Andreas Bornemann als Nachfolger von Jörg Schmadtke gesetzt hat, auch nebensächlich gewesen zu sein, auch wenn es „ein langes Vorgeplänkel und viele Gespräche gegeben hat”, wie der 37-Jährige erklärte: „Die Zusammenarbeit zwischen Sportdirektor und Trainer ist der zentrale Punkt. 90 bis 95 Prozent unserer Themen waren inhaltlicher Art, was ich als klares Zeichen deute, dass da jemand ist, der große Lust hat, hier zu arbeiten. Wir waren inhaltlich schnell auf einem guten und gemeinsamen Nenner”, meinte Bornemann.

Und Jürgen Seeberger fügte an: „Der Sportdirektor und ich sind in fast jedem Punkt deckungsgleich oder erzielen in der Vorgehensweise große Einigkeit.”

Bei soviel Harmonie kann dann auch die kurze Laufzeit des neuen Vertrages keine Verwunderung auslösen: „Auch der Sportdirektor hat bei der Alemannia ein Anstellungsverhältnis bis 2010, ich reihe mich nahtlos ein”, erklärte Aachens neuer alter Trainer. Und Andreas Bornemann erinnerte sich an seine Zeit beim SC Freiburg, „da hat man sich in der Winterpause zusammengesetzt und von Jahr zu Jahr per Handschlag oder auch schriftlich verlängert.”

Auf großen Widerstand sei er nicht gestoßen, als er diesen wichtigen Pflock einschlagen wollte, erklärte Andreas Bornemann weiter. „Es hat einen informativen Austausch mit dem Aufsichtsrat gegeben, aber „ich hatte nicht den Eindruck, dass dieses Vorhaben auf großen Widerspruch gestoßen ist”, reklamiert der Sportdirektor die Vertragsverlängerung mit dem Trainer als Schritt, der selbstverständlich in seinen Kompetenz- und Verantwortungsbereich fällt.
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