Köln - Sechs Verletzte bei Rosenmontagszügen in Köln und Düsseldorf

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Sechs Verletzte bei Rosenmontagszügen in Köln und Düsseldorf

Von: dpa
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Im Kölner Rosenmontagszug ist eine Pferdekutsche durchgegangen. Mehrere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der hinter der Kutsche folgende Teil des Zuges wurde gestoppt. Foto: Pia Meis/dpa

Köln. Der Rosenmontag ist in Köln und Düsseldorf weitgehend ruhig verlaufen. Es habe nach dem Umzug keine größeren Einsätze gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Köln am frühen Dienstagmorgen. „Eigentlich war es sogar fast weniger als an einem normalen Samstag auf dem Kölner Ring.” Auch in Düsseldorf „war alles ziemlich ruhig”, wie ein Sprecher sagte.

Die Zahl der Polizei- und Rettungseinsätze an den Karnevalstagen ist in Düsseldorf gestiegen. Die Polizei musste fast 3350 Mal eingreifen, die Feuerwehr zählte mehr als 2000 Rettungseinsätze. Damit gab es von Altweiber bis Dienstagmorgen mehr zu tun als in den Vorjahren, wie die Einsatzkräfte am Dienstag mitteilten. Im Vorjahr waren es 3190 Polizei- und 1960 Rettungseinsätze.

Die Polizisten registrierten 170 Fälle von Körperverletzung (2017: 146). Die Zahl der Schlägereien sank dagegen von 40 auf 33. 179 Mal gingen die Beamten gegen Randalierer vor - 126 Mal im Vorjahr. Streit musste ebenfalls häufiger geschlichtet werden.

Die Hilfsorganisationen kümmerten sich nach Feuerwehrangaben mit rund 540 Helfern um 560 hilfsbedürftige Karnevalisten. Im Vorjahr waren es 420 Narren in Not, davor 370. Von den so erstversorgten Feiernden mussten 230 in Krankenhäusern behandelt werden - ebenfalls mehr als im Vorjahr.

In der Düsseldorfer Altstadt war an Altweiber ein 19-Jähriger drei Meter tief von einer Mauer in die eiskalte Düssel gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Er ist inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

Der Ordnungsdienst der Stadt erwischte an den tollen Tagen deutlich mehr Jugendliche mit Alkohol als 2017. Die Ertappten mussten widerrechtlich mitgeführten Alkohol oder Zigaretten vernichten, wenn sie zu jung waren. Bier, Sekt oder Wein dürfen nach dem Jugendschutzgesetz nicht an Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren ausgegeben werden. Nach Stadtangaben waren 450 000 Menschen zum Rosenmontagszug in Düsseldorf gekommen.

Ein Kölner Karnevalist, der sich bei einem Sturz im Rosenmontagszug schwer verletzt hat, ist außer Lebensgefahr. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 49-Jährige war am Montag während des Zuges von einem Festwagen gestürzt und hatte sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen. „Er ist stabilisiert und wird auch wohl keinerlei Schäden davontragen”, erklärte der Leiter des Rosenmontagszuges, Alexander Dieper.

Drei bei einem Kutschenunfall in Köln schwer verletzte Zugteilnehmer im Alter von 20, 55 und 60 Jahren befinden sich nach Polizeiangaben weiterhin im Krankenhaus. Der Kutschenführer, ein 36-Jähriger, wurde demnach leicht verletzt. Zunächst hatte die Polizei von fünf Verletzten gesprochen. Bei dem Vorfall waren am Montag während des Zuges zwei Kutschpferde durchgegangen. Nach Augenzeugenberichten waren die Tiere mit einer Flasche beworfen worden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung gegen Unbekannt.

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