Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Von: Christina Horsten, dpa
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Rhein
Der Rhein. Foto: ddp

Düsseldorf. Polizei und Lebensretter warnen eindringlich vor Schwimmen und Planschen im Rhein. Allein im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Düsseldorfer Wasserschutzpolizei 19 Menschen in dem Fluss zwischen Alpen und Nordsee ertrunken.

„Der Strom ist lebensgefährlich, auch wenn er nicht so aussieht”, sagte Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies am Montag in Düsseldorf. „Wer zum Schwimmen in den Rhein geht, der kann genauso gut auf der Autobahn joggen gehen.”

Zwar sei in einigen Bereichen des Rheins das Schwimmen nicht offiziell verboten, auch hier sei es aber aufgrund starker Strömungen zu gefährlich. Allein die Düsseldorfer Feuerwehr muss rund 50 mal pro Jahr ausrücken, weil Schwimmer im Rhein in Not geraten.

„Die Füße abkühlen geht, aber schwimmen geht nicht”, sagte Volker Suchomel, Dienststellenleiter der Düsseldorfer Wasserschutzpolizei. „Die Schiffe können nicht mal kurz auf irgendeine Bremse treten, die rauschen über alles weg.”

Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Kindern sein. „Kinder sollten immer an der Hand gehalten werden, denn sie reagieren plötzlich - und der Rhein auch”, sagte Dieter Pfeiffer von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Auch vor dem Baden in anderen Flüssen oder Baggerseen warnt die DLRG. Erlaubt sei Schwimmen nur dort, wo es einen Bademeister gebe - also beispielsweise in Freibädern und bewachten Strandbädern.

Pro Jahr ertrinken nach Angaben der DLRG rund 500 Menschen in Deutschland, rund 90 Prozent davon in Flüssen und Seen. Fast die Hälfte sind Kinder unter 14 Jahren.

Um die Rhein-Besucher zu warnen, verteilt die Stadt Düsseldorf nun so genannte „Gelbe Karten”. Darauf steht, dass das Schwimmen im Rhein an den meisten Stellen verboten ist - aber auch, was erlaubt ist: „Sonnenbaden und Erholen geht ganz wunderbar und ist ungefährlich”, sagte Feuerwehrdezernentin Stulgies.
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