Region - Schwerkriminell und dreist: Serieneinbrecher im Grenzland aktiv

Schwerkriminell und dreist: Serieneinbrecher im Grenzland aktiv

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:
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Die Aachener Polizei fahndet derzeit mit diesen zwei Radarfotos nach Serieneinbrechern - einem Beifahrer (l.) und einem Fahrer (r.). Foto: Polizei Aachen

Region. Mit Fotos aus Radarkameras fahndet die Polizei der Städteregion nach einer Bande von Serieneinbrechern. Die Männer könnten gleich für eine ganze Reihe von Taten nicht nur in der Region, sondern auch im benachbarten Ausland verantwortlich sein. Die dreisten Kriminellen plünderten einmal sogar ein Haus, in dessen Erdgeschoss die Bewohner vor dem Fernseher saßen.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Gruppe aus drei bis vier Männern besteht. Über ein Dutzend Fälle alleine in der Städteregion gehen wohl auf ihr Konto. Erbeutet wurden bei den Taten unter anderem wertvoller Schmuck, Bargeld, aber auch Autos; bevorzugt Fahrzeuge des Typs Audi Q5.

Die Fahrzeuge benutzten die Einbrecher, um weitere Taten zu begehen. Dabei wurden die originalen Kennzeichen immer an den Autos belassen. Der Gesamtschaden geht momentan in den sechsstelligen Bereich. Die Masche der Männer ist spektakulär und ausgesprochen dreist.

Vor allem hochwertige Einfamilienhäuser sind ihr bevorzugtes Ziel, auch wenn die Bewohner zuhause waren. Während eine Familie im Erdgeschoss Fernsehen schaute, kletterten die Täter auf Garage oder Balkon und drangen so unbemerkt in die oberen Etagen ein. Hier durchsuchten und durchwühlten sie alles, um an verwertbare Beute zu gelangen.

Bisher konnten die Männer immer flüchten. Aber auch in der Nacht brachen die Täter ein, zumeist um an Fahrzeugschlüssel und damit auch an die in den Einfahrten der Häuser geparkten Autos zu gelangen. Erst durch Türenschlagen oder Motorengeräusche der wegfahrenden Fahrzeuge wurden die Geschädigten wach.

Die Tatserie begann Ende letzten Jahres in Eschweiler mit dem Diebstahl eines Audi A6 Kombi. Wenig später wurden durch die Täter Einbrüche in Lichtenbusch und Oberforstbach begangen. Etwa zwei Wochen später stand der entwendete Audi A6 in Lichtenbusch führerlos am Straßenrand. Im Wagen fanden Beamte Diebesgut, das teils aus Einbrüchen in Thimister, Stavelot, Malmedy und Eynatten in Belgien stammte.

Nachdem es dann zunächst keine weiteren Taten mehr gab, die den Tätern aufgrund ihrer Begehungsweise hätten zugeordnet werden können, setzte sich die Serie mit einem Wohnungseinbruch in der Nacht vom 25. auf den 26. August in Monschau-Mützenich fort. Dabei entwendeten sie einen Audi Q5. Noch am selben Abend wurden sie in Kalterherberg von den Eigentümern bei einem weiteren Einbruch überrascht.

Die Täter konnten ohne Beute flüchten. Zwei Tage später, am 28. August, kletterten die Einbrecher an einem freistehenden Einfamilienhaus im Höfchensweg zunächst auf den Balkon der zweiten Etage und knackten unbemerkt die Balkontüren, obwohl die Bewohner im Haus waren. Sie erbeuteten Schmuck und Bargeld.

Weitere Tatorte mit derselben Arbeitsweise nahm die Kripo Anfang September in Würselen und Mitte September in Aachen-Oberforstbach auf. Während die Familie unten feierte, gelangten die Einbrecher oben ins Haus. Auf die Spur der Gruppe kamen die Fahnder durch Fotos von stationären Radaranlagen. In Selhausen im Kreis Düren und in Aachen auf der Lütticher Straße in Richtung Belgien wurden die gestohlenen Wagen jeweils geblitzt.

Durch die Ermittlungen und das Auffinden des Audi A6 steht der Verdacht im Raum, dass sich die Täter auch im belgischen Grenzgebiet aufhalten könnten.

Einen weiteren Tatort fanden die Beamten am Mittwochmorgen in Würselen vor. Nach Polizeiangaben waren vermutlich dieselben Täter am Werk gewesen, da auch hier ein Audi Q5 gestohlen wurde. Mit dem roten Wagen, Kennzeichen AC-ME 900, sind die Täter nun unterwegs.

Die Polizei fahndet neben dem roten Audi Q5 auch nach zwei Autos mit den Kennzeichen MON-SQ326 und
KK-M502.

Hinweise bitte an die Kripo in Aachen unter 0241-957731401 oder 0241-957734210 (außerhalb der Bürozeiten).

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