Schwer kranke Lehrerin darf nur noch abends unterrichten

Von: dapd-nrw
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richterhammer
Eine schwer kranke Lehrerin des Weiterbildungskollegs Mönchengladbach darf wie gewünscht nur noch in den Abendstunden unterrichten. Darauf einigten sich die Frau und das Land als Arbeitgeber am Montag vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf. Foto: dapd

Düsseldorf. Eine schwer kranke Lehrerin des Weiterbildungskollegs Mönchengladbach darf wie gewünscht nur noch in den Abendstunden unterrichten. Darauf einigten sich die Frau und das Land als Arbeitgeber am Montag vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf.

Die Frau hatte geklagt, sie könne aufgrund ihrer etwa 30 verschiedenen Erkrankungen nur abends arbeiten. Ihren Angaben zufolge vertragen sich ihre Schmerzmittel nicht mit den anderen Medikamenten, die sie nehmen muss. Daher könne sie erst spät am Tag etwas gegen ihre schweren Schmerzen unternehmen, sagte sie.

Vor Gericht lenkten Schule und Bezirksregierung Düsseldorf teilweise ein. In einem Vergleich verständigten sich die Parteien darauf, die Arbeitszeit der Lehrerin, die bereits seit 1996 an der Schule beschäftigt ist, von 18 auf 13 Stunden wöchentlich zu reduzieren und sie zunächst bis zum Sommer eine Kleingruppe unterrichten zu lassen. Danach soll sie einen regulären Kurs übernehmen.

Bedingung ist allerdings, dass sich für den Abendunterricht genügend Schüler anmelden. Und dies könnte sich als Problem herausstellen. Denn die Anmeldezahlen für die Abendkurse seien derzeit rückläufig, sagte der zuständige Personalsachbearbeiter der Bezirksregierung vor Gericht.

Schulleiter Reinhold Schiffers sprach nach dem Vergleich daher auch von einem „riskanten Spiel”. Die Familie der Klägerin zeigte sich trotzdem zufrieden. „Meine Schwester wollte abends arbeiten, und so wurde auch entschieden”, sagte der Bruder der Lehrerin.

Die Bezirksregierung behielt sich aus organisatorischen Gründen allerdings noch ein Widerspruchsrecht vor. (Aktenzeichen: 12 Ca 6897/11)
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