Lüttich - Schweigendes Gedenken nach der Lütticher Bluttat

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Schweigendes Gedenken nach der Lütticher Bluttat

Von: dpa
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Lüttich
Etwa 2000 Menschen haben nach ersten Schätzungen die offizielle Trauerfeier zum Amoklauf auf der Place St. Lambert in Lüttich besucht. Foto: belga

Lüttich. Eine Woche nach dem Amoklauf im belgischen Lüttich haben am Dienstag knapp 3000 Menschen schweigend auf dem Place St. Lambert der Opfer gedacht. Bei der Bluttat im Zentrum der Stadt starben sechs Menschen, darunter der Täter selbst. Mehr als 120 Passanten waren von Schüssen oder Handgranaten verletzt worden.

Mit Applaus dankten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung den Rettungskräften, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die belgische Königsfamilie, Prinz Philippe und Prinzessin Mathilde, schloss sich dem Dank an die Retter an. Neben weiteren Politikern und Mitgliedern der Königsfamilie war auch Regierungschef Elio Di Rupo nach Lüttich gekommen.

„Es war eine sehr würdige und bewegende Zeremonie”, beschrieb Innenministerin Joëlle Milquet die Veranstaltung. „Die Bevölkerung war mit Herz und Seele bei den Opfern.” Das Schweigen und die Blumen hätten ein stärkeres Zeichen gesetzt als alle Reden und Worte. Der Lütticher Bürgermeister Willy Demeyer, den Tränen nahe, beschrieb die Situation als „sehr schwierig”. Lüttich liegt im Osten Belgiens, gut 40 Kilometer von Aachen entfernt.

Für Aufregung am Rande der Veranstaltung hatte ein verlassener Koffer in einem Parkhaus nahe dem Ort der Tat, dem Place Saint-Lambert, gesorgt. Das Parkhaus wurde evakuiert, Sprengstoffexperten gaben nach einer Untersuchung Entwarnung - das Gepäckstück stellte sich als ungefährlich heraus.

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