Schüler entwickeln die Welt von morgen

Von: Naima Wolfsperger
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Kampf der Giganten: Die Lego-Roboter des Couven- und des Cusanus-Gymnasiums gehen im Aachener Eurogress ins Regionalfinale. „Team Couven“ gewinnt und tritt im Juni gegen die anderen Regionalsieger in Nordrhein-Westfalen an. Foto: Harald Krömer

Region. „Drei, zwei, eins – los!“: Zwei Minuten Zeit haben die Roboter, um den Parcours „nachhaltige Nahrungsmittelproduktion“ zu bestehen: symbolisch Getreide und Äpfel ernten, Bioenergie aktivieren, die Ernte auf dem Wochenmarkt verkaufen. Alles automatisch.

Finja Backhaus und Ana Dragoljic knien auf dem Boden im Aachener Eurogress und verfolgen konzentriert, ob ihr Lego-Roboter den Aufgaben gerecht wird – und ob er schneller ist als der von Ana Dechow und Fabian Zerlett vom Team „Junior Rockets“ des Cusanus-Gymnasium in Erkelenz.

Beim zehnten NRW-weiten Roboterwettbewerb der Initiative „Zukunft durch Innovation“ (zdi) macht der „Robo“, den Finja, Anna und vier ihrer Mitschüler am Couven-Gymnasium Aachen in den vergangenen Wochen gebaut und programmiert haben, im Regionalfinale den ersten Platz.

Freiwillig länger in der Schule

Im Februar hat das zdi die Parcoursmatten an die angemeldeten Schulen geschickt. Spätestens da haben die Schüler begonnen, an den Robotern zu arbeiten und die einzelnen Arbeitsabläufe zu programmieren. „Wir sind oft freiwillig länger in der Schule geblieben, um den Roboter fertigzukriegen“, sagt Salma Abouridouane, eines der fünf Mädchen aus dem Sechser-Team der Robo-Arbeitsgruppe am Couven-Gymnasium. Bei so viel Engagement ist der Jubel groß, als der Sieg von „Team Couven“ bekanntgegeben wird.

So rund wie im Finale ist der Roboter des Couven-Gymnasiums aber nicht den ganzen Tag gelaufen. „Improvisation ist das, was unseren Robo zum besten macht“, sagt Quang-Minh Leh und grinst über das ganze Gesicht. Einige Probleme sind dem Team aus Aachen erst vor Ort aufgefallen. Zum Beispiel, dass die Finalgegner, „Team Rocket“, mit ihrem Roboter gleich drei Äpfel auf einmal einsammeln konnten. „Zum Glück war unser Roboter dann doch schneller“, sagt Finja. Und sehr präzise, „wir sind um alle Hindernisse herumgekommen.“

1000 Schüler in 153 Teams

„Die Aufgaben sind dieses Jahr sehr anspruchsvoll“, sagt Rainer Hagedorn, Koordinator für alle zdi-Wettbewerbe. „Wir wollten einen Mix aus Leichtigkeit und Anforderung schaffen.“ Jetzt habe sich herausgestellt, dass nicht alle Aufgaben in der gegebenen Zeit bewältigt werden können. „Die Schulen spielen aber alle auf einem vergleichbaren Niveau“, sagt Hagedorn, „jedes Team konnte Punkte machen.“

1000 Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren haben sich in 153 Teams bei dem Landeswettbewerb 2015 angemeldet. In zehn regionalen Wettkämpfen wird entschieden, welche Roboter im Landesfinale, am 20. Juni in der RWE-Sporthalle in Mühlheim an der Ruhr gegeneinander antreten. Im Aachener Finale waren zehn Schulen aus Aachen, Brühl, Erkelenz, Geilenkirchen und Köln gegeneinander angetreten.

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