Schon über 8000 Temposünder auf A4 geblitzt

Von: Claudia Schweda
Letzte Aktualisierung:
Stationäre Blitze A4 Düren
Die neuen Radarmesssäulen auf der A 4 bei Düren sind seit ihrer Inbetriebnahme schon über 8000 Mal ausgelöst worden. Foto: Franz Sistemich

Düren. Die neuen Radarmesssäulen auf der A4 bei Düren sind seit ihrer Inbetriebnahme am Donnerstagnachmittag bis Montagmorgen über 8000 Mal ausgelöst worden. Das teilte der Sprecher des Kreises Düren, Josef Kreutzer, auf Anfrage mit.

Angesichts von dreieinhalb Betriebstagen wurden also im Schnitt über 2300 Verkehrsteilnehmer täglich fotografiert, die zu schnell im Baustellenbereich unterwegs waren.

Nimmt man die Geschwindigkeitsmessanlage auf der A44 im Dreieck Jackerath als Vergleich, ist diese Zahl rekordverdächtig: Sie hatte an ihren ersten drei Betriebstagen lediglich 500 Mal ausgelöst, galt aber damit schon als sprudelnde Einnahmequelle. Im ersten Jahr 2010 brachte diese Blitze dem Kreis Düren 2,6 Millionen ein.

Die neue Blitze auf der A4 in Fahrtrichtung Köln war gegen 16 Uhr am Donnerstag in Betrieb genommen worden. Sie steht mitten in der Baustelle etwa drei Kilometer von der Autobahnabfahrt Düren entfernt. Es gilt ein Tempolimit von 60 Stundenkilometern. Interessant ist, dass an dieser Stelle „nur“ 2409 Autofahrer zu schnell unterwegs waren. Demgegenüber sind an der Stelle der Blitze in Fahrtrichtung Aachen fast doppelt so viele Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen: genau 5740. Dabei darf an dieser Stelle sogar noch 100 Stundenkilometer schnell gefahren werden, da sie sich erst an der Einfahrt in den Baustellenbereich befindet. Sie war am Donnerstag bereits gegen 13 Uhr betriebsbereit.

Montagmorgen kurz vor acht Uhr haben nach Angaben Kreutzers Mitarbeiter des Kreises Düren die Software der Radarmesssäulen ausgelesen. Die Rohdaten müssten jetzt zunächst analysiert werden, um nähere Angaben dazu machen zu können, wie schnell einzelne Fahrer unterwegs waren und auf welchen Betrag sich die Knöllchen summieren.

Behörde wird personell verstärkt

Fest steht auch, dass die Dürener Behörde die nun anfallenden Arbeiten nicht mit dem bestehenden Personalstamm stemmen kann. Befristet werde mehr Personal eingestellt. Das dürfte sich über Arbeit nicht beklagen. Setzt sich der statistische Trend der ersten dreieinhalb Tage fort, werden sie während der geplanten Betriebsdauer bis zum Baustellenende im September 560.000 Verwarnungs- oder Bußgeldbescheide verschickt haben.

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