Schon früh übernehmen sie Verantwortung für Schwache

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Rotaract Bundestreffen in Aachen: Im Kármán-Forum spricht Gary Huang, ab Juli Präsident von Rotary International. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Ein Jahr Vorbereitung für einen Augenblick.“ Sebastian Steins, Schatzmeister des Rotaract Clubs Aachen, steht die Anstrengung, aber auch die Freude über eine gelungene Veranstaltung ins Gesicht geschrieben.

Ihm und den anderen 20 Aachener Mitgliedern oblag die Ausrichtung der diesjährigen Deutschlandkonferenz von Rotaract. Damit feierte der Rotaract Club Aachen zugleich sein 30-jähriges Bestehen. Mehr als 870 junge Menschen im Alter bis 32 Jahre kamen aus der ganzen Republik nach Aachen, um beim übergeordneten Gremium für die an sich eigenständig agierenden deutschen Clubs dabei zu sein.

Sie vertraten 180 Rotaract-Clubs mit 3560 Mitgliedern. Um ihren Aufenthalt perfekt zu organisieren und angenehm zu gestalten, hatten sich die aktiven Aachener Rotaracter bereits vor einem Jahr in die Arbeit gestürzt. „Wir haben viel geschwitzt und viel gelernt“, bestätigte Präsident Marco Jansen. „Zum Beispiel die Entwicklung eines Brandschutzkonzeptes, um eine Turnhalle als Schlafsaal für viele hundert Menschen genehmigt zu bekommen.“

Zum Wochenende der Deutschlandkonferenz mobilisierten sie außerdem 20 Ehemalige als Helfer für Versammlungen und Galaball. Geadelt wurde die Deutschlandkonferenz von Rotaract durch den Besuch vom „Incoming President“ von Rotary, Garry Huang, der im Juli seine Amtszeit antritt. Obwohl sich Rotaract als Jugendorganisation von Rotary versteht, ist ein direkter Übergang in einen Rotary-Club mit Erreichen der Rotaract-Altersgrenze längst nicht üblich.

„Bei Rotary wie auch bei Rotaract wird man zur Aufnahme vorgeschlagen“, erklärt Jansen das System. Das sei gut, um enge Freundschaften im Club zu ermöglichen. „Wenn ich aber zum Beispiel nach dem Studium in eine andere Stadt ziehe, kennt mich dort kein Rotarier“, beschreibt Jansen die Kehrseite der Medaille. So entstehe bei beiden Vereinigungen durchaus ein Nachwuchsproblem.

Huang ermutigte die jungen Menschen von Rotaract, sich damit nicht zufrieden zu geben. Auch er sei früh fasziniert gewesen von Rotary: „Ich sah, dass Erfolg von der Verantwortung für weniger glückliche Menschen kommt.“ Sollten sie nicht Aufnahme finden bei Rotary, „gründet Eure eigenen Clubs“. „Ihr seid wichtig für Rotary, und wir brauchen jeden von Euch“, rief er der jubelnden Menge im Kármán-Auditorium zu.

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