Schneefall in der Region: Verkehr läuft nur schleppend

Von: red/dpa
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Auf vielen Straßen in der Region ging es am Freitagmorgen nur langsam voran. Foto: Ralf Roeger

Region. Schnee und Glatteis haben die Straßen am Freitag in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Bei einem Unfall in Münster wurde ein 54-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ansonsten blieb es im Land meist bei Blechschäden. Das gilt auch für die Region. Im Kreis Düren und in der Gemeinde Simmerath landeten einige Fahrzeuge im Graben.

Aufgrund des starken Schneefalls kamen Räumfahrzeuge zum Einsatz. Insgesamt registrierte die Polizei aber nur wenige witterungsbedingte Unfälle.

In Aachen ereigneten sich fünf kleinere Unfälle, bei denen jedoch niemand verletzt wurde. Auf der Bundesstraße 258 zwischen Kornelimünster und Walheim gab es Probleme, weil ein Lkw auf glatter Straße einen Hügel nicht hochfahren konnte. Auch sonst lief der Verkehr nur schleppend, nach Angaben der Polizei benötigten Pendler für ihre Strecke doppelt so lange wie üblich.

„Gar nichts“ passiert sei im Kreis Heinsberg, teilte ein Sprecher am Freitagmorgen mit. Im Kreis Düren gab es einen Unfall auf der Bundesstraße 56. Zwischen Froitzheim und Zülpich stürzte ein Tanklastzug in einen Graben. Tausende Liter Diesel liefen aus. Der Lkw sei bei einem Überholmanöver geschnitten worden, berichtete ein Zeuge. In der Gemeinde Simmerath landete ein Müllfahrzeug im Graben. Die Leerung der Mülltonnen musste um ein paar Tage verschoben werden.

Auf der Autobahn 4 bei Gummersbach dagegen geriet am frühen Morgen ein mit neun Tonnen Stahl beladener Sattelzug ins Schleudern und stellte sich quer, mehrere Hundert Liter Dieselkraftstoff liefen aus. Der 41 Jahre alte Fahrer hatte zuvor an einer Talbrücke ein Streufahrzeug überholt. Er wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Bei Coesfeld verlor ein 20-Jähriger auf glatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen und fuhr gegen einen Baum. Auch er erlitt leichte Verletzungen. In Wesel und Bonn wie auch im Märkischen Kreis rutschten vereinzelt Autos von der Fahrbahn, ohne dass Menschen verletzt wurden.

In Münster sorgte das Winterwetter am Morgen laut Polizei in der Stadt und auf den Autobahnen für insgesamt 21 Unfälle, im Kreis Soest zählten die Beamten 18 Crashs, ein Mensch wurde leicht verletzt.

Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die nächsten Tage weitere Schneeschauer und überfrierende Nässe in den Höhenlagen wie auch im Flachland an. Vor allem im Westen und Südwesten der Republik schneit es am Wochenende kräftig. Die Temperaturen pendeln dabei zwischen frostigen minus 10 Grad am Alpenrand und plus 1 Grad in den Mittelgebirgen. Hinzu kommt Glatteis, das bis in die tiefen Lagen den Autofahrern das Leben schwer macht.

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