Schnee und Eis sorgen für Verkehrschaos

Von: ddp
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Düsseldorf. Schnee und Eis haben am Wochenende ein Verkehrschaos in Nordrhein-Westfalen verursacht. Allein am Sonntag ereigneten sich bislang rund 120 Verkehrsunfälle auf den Straßen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der NRW-Polizei. Dabei wurden fünf Menschen verletzt.

Der Flughafen Düsseldorf stellte den Betrieb ein. Auf den Autobahnen kam es zu langen Staus. Auch bei Bussen und Bahnen kam es zu Verspätungen und Ausfällen. Am Montag ist weiter mit Glätte zu rechnen. Die Wetterexperten meldeten neue Kälterekorde. Am Sonntag setzte landesweit Schneefall ein, der etwa zehn Zentimeter Neuschnee brachte. Es bestand wegen des auffrischenden Windes die Gefahr von Schneeverwehungen.

Auch am Montag und Dienstag besteht bei milderen Temperaturen um den Gefrierpunkt Glättegefahr. Aus Sicherheitsgründen wurde am Sonntag um 9.15 Uhr der Betrieb auf dem Düsseldorfer Flughafen eingestellt. Weil immer neuer Schnee fiel, konnten die Räumdienste die Start- und Landebahnen, die Rollwege und das Vorfeld nicht ausreichend freihalten. 50 ankommende Flüge wurden umgeleitet. 50 Starts fielen aus.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW war nach Angaben eines Sprechers mit knapp 700 Räumfahrzeugen im Einsatz. Über 2000 Straßenwärter seien dabei, die Autobahnen befahrbar zu halten.

Die Nacht zum Samstag war die kälteste Dezembernacht in Nordrhein-Westfalen seit mehr als 30 Jahren. Zuletzt sei es im Winter 1978/1979 in NRW kälter gewesen, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen wurden Tiefsttemperaturen um minus 20 Grad gemessen. Auch die Nacht zum Sonntag brachte strengen Frost mit minus 18 Grad. In Monschau-Höfen war das Thermometer in der Nacht zum Samstag auf minus 22,8 Grad gefallen - Rekord für die Region.

Vor allem in der Nacht zum Samstag führten die winterlichen Straßenverhältnisse zu zahlreichen Unfällen. Nach Angaben der Landesleitstelle der NRW-Polizei ereigneten sich am Wochenende mehr als 1100 Verkehrsunfälle. Dabei wurden 20 Menschen schwer und 90 leicht verletzt. Der geschätzte Schaden lag bei knapp drei Millionen Euro.

Die Feuerwehr musste am Samstag einen 14-jährigen Jungen von einer Insel im zugefrorenen See des ehemaligen Geländes der Landesgartenschau in Rietberg (Kreis Gütersloh) retten. Mit zwei gleichaltrigen Jungen hatte er den zugefrorenen See betreten, als das Eis unter dem Gewicht zu knacken anfing. Zwei Kinder konnten sich noch ans Ufer retten, der andere lief auf die Insel. Mit einem Feuerwehrboot wurde der 14-Jährige von der Insel geholt. Hochzufrieden zeigten sich Skiliftbetreiber im Sauerland. „Alle Anlagen laufen, die Pisten sind dick beschneit mit bis zu 70 Zentimeter Schnee”, hieß es.
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