Aachen/Eschweiler - Schlachthof: Städteregion widerspricht Darstellung

Schlachthof: Städteregion widerspricht Darstellung

Von: ben
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Nach Aussage der Städteregion wurden kürzlich Mitarbeiter des Veterinärsamts bei einer Kontrolle im Eschweiler Schlachthof angegriffen und massiv bedroht. Foto: R. Müller

Aachen/Eschweiler. Die Städteregion Aachen hat den Vorwürfen des Eschweiler Schlachthofes (FVE), den Betrieb durch schikanierende Kontrollen wirtschaftlich zu gefährden, vehement widersprochen. Von Schikane könne keine Rede sein, sagte der zuständige städteregionale Dezernent Uwe Zink im Gespräch mit unserer Zeitung.

Natürlich habe die Städteregion ein Interesse daran, den Schlachthof in Eschweiler zu erhalten. Doch: „Gesetze und Verordnungen gelten nun einmal für alle“, sagt Zink. Diesen Gesetzen folgend, habe man dem Eschweiler Betrieb die Tötung von Rindern bis auf weiteres untersagt.

Seit dem 4. Januar dürfen in Eschweiler keine Rinder mehr geschlachtet werden, weil es nach Angaben der Aufsichtsbehörden wiederholt Probleme mit der so genannten Tötungsbox gab (wir berichteten). Aus diesem Grund sei es mehrfach zu Verstößen gegen die Tierschutzverordnungen gekommen. „Diese Verstöße sind auf Film dokumentiert“, sagte Zink.

Die Aussage der FVE, dass es sich um Einzelfälle gehandelt habe, seien „schlichtweg falsch“. Auf Weisung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat die Städteregion Anzeige gegen die FVE bei der Staatsanwaltschaft Aachen erstattet.

Sobald die technischen Probleme des Schlachthofs behoben seien, könne der Eschweiler Betrieb mit dem Schlachten von Rindern wieder fortfahren. Doch bis es so weit ist, können noch einige Wochen vergehen.

Angriffe und Drohungen

Aufgrund von Einnahmeausfällen fürchten die Mitarbeiter des Eschweiler Schlachthofes um ihren Arbeitsplatz. Die Nerven liegen anscheinend blank. Nach Aussage der Städteregion wurden kürzlich Mitarbeiter des Veterinärsamts bei einer Kontrolle im Eschweiler Schlachthof angegriffen und massiv bedroht. Auch dagegen wurde von Seiten der Städteregion in zwei Fällen Anzeige erstattet.

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