Schiffe von deutschen Yachtbesitzern abgebrannt

Von: red/anc
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Die Wege zu den Yachten müssen teilweise mit einem Bagger freigelegt werden. Foto: Jungmann

Wessem. Nach dem Großbrand eines Yachthafens im niederländischen Wessem bei Roermond verdichten sich die Hinweise auf Brandstiftung. Unter den Yachtbesitzern, die in der brennenden Lagerhalle teure Schiffe verloren haben, sollen sich auch zahlreiche deutsche Freizeitkapitäne befinden.

Die Lagerhalle war in der Nacht zum Samstag in Flammen aufgegangen, die Feuerwehr kämpfte mehrere Stunden lang mit den Flammen. Da die Halle nach dem Feuer einsturzgefährdet war, konnte dort erst am Sonntag nach Spuren gesucht werden.

Seitdem beschäftigt sich eine 20-köpfige Ermittlungskommission mit dem Großbrand. Brandermittler von Polizei, Feuerwehr und Versicherung forschern nach den Ursachen. Ein Feuerwehrsprecher gab an, dass eine Brandstiftung als Ursache nahe liegt: Es habe zwei Brandherde gegeben.

Die abgebrannte Halle wirkt derweil wie ein Schrottplatz. Mit einem Bagger soll ein Zugang zu den verbrannten Yachten in der Halle freigelegt werden.

Ob es bei der Brandstiftung einen Zusammenhang zu der Brandstifter-Serie im letzten Jahr gibt, ist noch nicht klar. Damals hatten Yachthäfen in Wessem, Herten, Ohé en Laak und Roermond gebrannt.

Im Zusammenhang mit dieser Brandserie wurden vier Verdächtige festgenommen, darunter ein Mitinhaber des Yachthafens Wessem. Die Ermittler gehen davon aus, dass er zusammen mit den anderen Verdächtigen die Brände gelegt hatte, um Schadenersatz von der Versicherung zu kassieren. Seine Komplizen habe er für ihre Mithilfe bezahlt.

Der Mitinhaber musste nach drei Tagen Haft wieder freigelassen werden. Er beharrt auf seiner Unschuld.

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