Schießerei in Übach: Anklage gegen drei Männer erhoben

Von: heck
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Tatort Übach-Palenberg: Nach den Schüssen auf den 38-Jährigen sperrte die Polizei den Ort des Geschehens weiträumig ab und löste eine landesweite Fahndung nach den drei mutmaßlichen Tätern aus. Foto: Georg Schmitz

Aachen/Übach-Palenberg. Rund neun Monate nach einer Schießerei in Übach-Palenberg hat die Staatsanwaltschaft Aachen nun offiziell Anklage gegen drei Verdächtige erhoben. Die drei Männer hatten sich nach monatelanger Fahndung Ende Oktober freiwillig den Behörden gestellt. Bei dem blutigen Vorfall am 3. Mai war ein 38-jähriger Mann schwer verletzt worden.

Das Opfer war kurz nach 20 Uhr auf der Jülicher Straße an der Ecke Roermonder Straße aus größerer Entfernung angeschossen worden. Der Getroffene brach auf dem Bürgersteig zusammen. Von alarmierten Rettungskräften wurde er ins Krankenhaus gebracht. Angeblich war er zweimal in den Oberschenkel getroffen worden. Die Täter flüchteten mit einem Auto.

Die Polizei löste eine landesweite Fahndung nach drei Männern im Alter zwischen 25 und 29 Jahren aus. Das Trio blieb aber zunächst untergetaucht, ein Einsatz von Spezialkräften der Polizei in mehreren Häusern im Juli brachte keinen Erfolg.

Am 30. Oktober stellten sich die Drei schließlich selbst den Behörden. Sie wurden umgehend in Untersuchungshaft genommen. Keiner der drei Männer sei bislang in Zusammenhang mit Gewalttaten in Erscheinung getreten, sagte Oberstaatsanwalt Peter Jansen. Zwei von ihnen waren allerdings wegen anderer Delikte vorbestraft, der Dritte bei Polizei und Justiz bislang ein unbeschriebenes Blatt.

Mit weiteren Angaben wie beispielsweise zum Motiv hielt die Staatsanwaltschaft sich zurück. Teils aus „ermittlungstaktischen Gründen“ und teils, weil noch keine Erkenntnisse vorlägen. Da die Verdächtigen bislang noch keine Aussage zur Sache gemacht haben, liegt das Motiv für die Tat weiter im Dunkeln.

Am Freitag gab die Staatsanwaltschaft Aachen bekannt, Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung beziehungsweise wegen Beihilfe hierzu erhoben zu haben.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen wird nun entscheiden, ob die Klage zugelassen und ein Verfahren gegen die Männer eröffnet wird.

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