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Schießerei im Kennedypark: Revierkämpfe auch in Aachen

Von: red
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Wieder ein Rockerkonflikt? Die Schießerei im Kennedypark in Aachen steht offenbar im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Aachener Kiosk vergangenen Donnerstag. Foto: Michael Jaspers

Aachen/Jülich. Die Schießerei im Kennedypark in Aachen steht offenbar im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Aachener Kiosk vergangenen Donnerstag. Wie die Aachener Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, müsse der genaue Hintergrund der Tat noch ermittelt werden, ein Zusammenhang der beiden Vorfälle sei „nicht auszuschließen“.

Am Donnerstag war der Kiosk neben dem Justizzentrum von etwa 30 vermummten Männern mit Baseballschlägern verwüstet und der Kioskbesitzer dabei leicht verletzt worden. Sieben der Männer wurden gefasst, doch Täter wie Opfer machten keine Aussagen. Am Freitagabend habe ein Richter dann entschieden, die Männer unter strengen Auflagen wieder freizulassen.

Am späten Samstagabend dann trafen am Kennedypark zwei Gruppen aufeinander. Die eine soll laut Staatsanwaltschaft aus 20 überwiegend vermummten Männern bestanden haben, die andere sei etwas kleiner gewesen. Es fielen mehrere Schüsse, zwei Männer, 23 und 24 Jahre alt, wurden verletzt. Lebensgefahr bestehe aber nicht, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der Hintergrund ist eine Auseinandersetzung im Rockermilieu, wie die Ermittler vermuten. Nach Informationen unserer Zeitung könnte es um Schutzgelderpressungen und Revierkämpfe gehen. Da einige der 30 Kiosk-Angreifer offenbar aus Jülich kommen und es auch in Jülich in den vergangenen Monaten immer wieder zu Kämpfen rivalisierender Rockergruppen gekommen war, könnten die Jülicher Auseinandersetzungen mit denen in Aachen zusammenhängen.

Derzeit sprechen die Ermittler von vier größeren Gruppierungen in der Region: Black Jackets, Satudarah MC, Hells Angels MC (Turkey Nomads) und United Tribuns. Den Rockerbanden werden neben der Erpressung von Schutzgeldern kriminelle Aktivitäten im Rotlichtmilieu, beim Glücksspiel und im Türstehergeschäft nachgesagt.

Die Staatsanwaltschaft bittet Zeugen, die die Auseinandersetzung am Samstagabend oder den Angriff auf den Kiosk am Donnerstagmorgen beobachtet haben, sich unter 0241/957731101 mit dem Aachener Polizeipräsidium in Verbindung zu setzen.

 

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