Scheckbetrug in Millionenhöhe

Von: wos
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Aachen. Mehrere Parallelprozesse - einer davon in Stuttgart - werden gegen vier mutmaßliche Betrüger aus der Aachener Region und ihre weit verstreuten mutmaßlichen Mittäter geführt.

Die vier Männer im Alter von 28, 47, 48 und 56 Jahren sind seit am Freitag wegen bandenmäßiger Hehlerei und fortgesetzten Scheckbetrugs vor dem Aachener Landgericht angeklagt.

Alles in allem muss die 6. Große Strafkammer (Vorsitzender Richter: Hans Laufenberg) mit 18 Betrugsfällen beschäftigen. Zusammengerechnet kommt man auf ein Betrugsvolumen von etwa 2,5 Millionen Euro. Dazu käme noch ein geplatzter Scheck von rund 550000 britischen Pfund (etwa 630.000 Euro) - das war der letzte Deal vor der Verhaftung des Quartetts im April 2008. Er war aber fehlgeschlagen.

Zu den Methoden, wie die Angeklagten - unter ihnen ein Diplomingenieur - im Einzelnen an das Geld gekommen sind, wurde am Freitag nichts bekannt. Erst am kommenden Montag sollen sich die Angeklagten dazu äußern.

Der 47-jährige Hauptangeklagte Wolfgang E. soll Schecks von diversen Firmen aus dem Schwäbischen und aus Irland über Mittelsmänner an sich gebracht haben und auf Konten seiner eigenen Firmen oder der der Mitangeklagten eingezahlt haben.

Konnte man die Firmenchecks, die laut Anklage oftmals „auf dem Postweg” gestohlen wurden, einlösen, bekamen die gesondert verfolgten mutmaßlichen Beschafferbanden 70 Prozent, die restlichen 30 Prozent sollen unter den Angeklagten aufgeteilt worden sein. Meist sollen sich die mutmaßlichen betrügerischen Scheckeinreicher durch gefälschte „Indossamente”, das sind urkundenartige Eintragungen des Bezugsberechtigten auf der Rückseite des Orderpapiers, als die vermeintlich rechtmäßigen Adressaten ausgewiesen haben.
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