Sauerstoff für alle im Uniklinikum Aachen

Von: Christoph Velten
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Aufregung war groß, die Einsicht kam spät, jetzt sind alle Betten auf den neu umgebauten Station im Universitätsklinikum Aachen mit Sauerstoffanschlüssen nachgerüstet.

Wie Pflegedirektor Hans Pelzer am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, haben mittlerweile alle 108 Betten einen fest installierten Anschluss. Bis dahin musste das Pflegepersonal mit dem Einsatz mobiler Sauerstoffflaschen zurechtkommen. Ein Zustand, den das Pflegepersonal kritisiert hatte und die Gesundheit der Patienten hätte gefährden können.

Der Umbau der Stationen, der Ende 2010 feierlich für abgeschlossen erklärt wurde, hatte rund 100 Millionen Euro gekostet. Größer heller und moderner sollte alles werden. Eine neue Brandschutzanlage, neue multimedia Terminals und endlich Fenster, die sich zumindest kippen lassen, wurden installiert. Nur an den Sauerstoffanschlüssen hatte man offenbar gespart. Die Notwendigkeit wurde nicht gesehen, weil eben bei weitem nicht jeder Patient auf Sauerstoff angewiesen sei, hieß es. Auf den umgebauten acht Stationen standen inklusive der intensivmedizinischen Station im Schnitt nur noch acht Sauerstoffanschlüsse für 28 Betten zur Verfügung. Nicht einmal in jedem Zimmer war die dauerhafte Sauerstoffversorgung gewährleistet.

Im März dieses Jahres dann hatte das Klinikum auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, dass man nachrüsten werde. Nicht aus medizinischer Notwendigkeit, wie Pelzer betonte, sondern weil sich „das Pflegepersonal Sorgen gemacht” habe. Der Umgang mit den mobilen Flaschen sei nicht eingeübt gewesen, die Überforderung vor allem in der Nacht absehbar.

Die Nachrüstung hat laut Klinikum rund 70.000 Euro gekostet.
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