Sarah Schiffer will neue TV-Talentshow rocken

Von: tv/dpa
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Sarah Schiffer (25) aus Herzogenrath singt schon seit Jahren Schlager. Die neue interaktive Show, bei der auch sie auftritt, sei eine Weltpremiere, sagt ProSieben. Foto: www.juju-graphy.de

Herzogenrath/Köln. Am Donnerstagabend startet auf Pro Sieben eine neue interaktive Musikshow, bei der die Zuschauer entscheiden, wer bleibt und wer rausfliegt. Bei der Premiere um 20.15 Uhr ist auch eine junge Dame aus Herzogenrath am Start.

Schlager sind ihr Ding: Sarah Schiffer (25) aus Herzogenrath singt schon seit Jahren. Begonnen hatte sie mit Musicals, ist dann aber ins Schlager-Genre gewechselt. Auch, um ihrem großen Idol Helene Fischer nachzueifern. „Pop ist ja auch nichts anderes als Schlager auf Englisch“, zitiert der Fernsehsender Sarah auf der Internetseite zur Show.

Seit knapp zwei Wochen ist Sarah schon in Köln, dem Produktionsort der Show. Das Konzept von „Keep Your Light Shining“ sieht vor, dass die Zuschauer innerhalb von 30 Sekunden entscheiden, ob sie ein Gesangstalent in der nächsten Runde sehen wollen oder nicht. Dazu sollen sie via App oder Browser auf den „Gefällt mir“- oder „Gefällt mir nicht“-Button drücken.

Die deutschen TV-Macher stellen sich seit Monaten die Frage, wie sie die so beliebten Smartphone-Apps in ihre Shows einbinden können. Den Anfang machte vergangene Woche die ARD. Mit der „Quizduell“-App sollten Nutzer live gegen Kandidaten im Studio spielen können. Daraus wurde aber nichts, technische Probleme machten die interaktive Livesendung zur Pannen-Show.

ProSieben glaubt fest daran, dass es bei ihnen besser laufen wird. „Unabhängig vom Quizduell arbeiten wir seit Monaten an der Voting-Plattform über ProSieben-Connect und testen die Anwendung in den verschiedensten Szenarien und unter verschiedensten Voraussetzungen“, erklärt ein Sendersprecher. Man habe, ähnlich wie die ARD-Show, einen Plan B in der Tasche, falls die Systeme streiken sollten. Jörg Pilawa hatte statt der App-Nutzer einfach das Studiopublikum abstimmen lassen.

Die neun Kandidaten, über die die Zuschauer abstimmen, stehen zeitgleich in einem Kölner Studio in einem Kreis. Wer im Scheinwerferlicht steht, ist an der Reihe und muss die Zuhörer zu Hause unmittelbar überzeugen. „Ich glaube, der Zuschauer wird sehr, sehr schnell merken, ob ihn ein Sänger begeistert oder nicht. Dementsprechend fällt dann auch das Voting aus“, sagt Moderatorin Annica Hansen.

Sarahs Vater Rolf Schiffer weiß um den Gemütszustand seiner Tochter. „Natürlich ist sie aufgeregt und zittert dem Auftritt entgegen. Wir sind alle nervös“, erzählt er. Sarah habe auch die Möglichkeit gehabt, bei „Deutschland sucht den Superstar“ teilzunehmen, wollte aber auf etwas Seriöseres warten. Deshalb habe sie zugestimmt, als die Anfrage von ProSieben gekommen sei.

In den drei geplanten Shows beurteilen außerdem zwei Musikexperten die Auftritte, in der ersten Sendung Frida-Gold-Frontfrau Alina Süggeler und Latino-Sänger Ricky Martin, der kurzfristig für den erkrankten Gary Barlow eingesprungen ist. Diese haben aber keinen Einfluss auf das Voting und den Gewinner, der mit 50.000 Euro Preisgeld nach Hause geht.

Die interaktive Show sei eine Weltpremiere, sagt ProSieben. Der Sender RTL hatte sich bereits im Oktober vergangenen Jahres die Rechte an dem fast identischen israelischen Format „Rising Star“ gesichert. Die Kölner Fernsehmacher werden wohl sehr genau beobachten, ob eine Livesendung mit App-Voting funktionieren kann - oder ob das Internet auch fürs Privatfernsehen noch Neuland ist...

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