Würselen - RWTH will „Forschungsflugplatz“-Millionenprojekt in Merzbrück

RWTH will „Forschungsflugplatz“-Millionenprojekt in Merzbrück

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Die Landesregierung steht bei der Entscheidung über das Millionen-Projekt unter Druck. Foto: Karl Stüber

Würselen. Der Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH, Günther Schuh, hat bei einem Treffen mit Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) gedroht, ein geplantes Prestige-Projekt aus der Region abzuziehen, sollte der Antrag auf Finanzierung nicht bis März von der Landesregierung beschlossen werden.

„Wir wollen Ende 2019 das erste hybride Flugzeug auf dem Flugplatz in Merzbrück landen sehen“, sagte RWTH-Professor Schuh am Freitag. „Sonst werden wir das Projekt nach Stuttgart verlagern.“ Rückendeckung erhielt er von anwesenden Vertretern aus Politik und Verwaltung der Städteregion.

RWTH und FH Aachen wollen gemeinsam umweltfreundliche und automatisierte Flugzeuge mit Hybridantrieb entwickeln, die seriell produziert werden können. Ein Prototyp des sogenannten Silent Air Taxi-Modells soll in einem Forschungs-Hangar entstehen, das direkt an die Landebahn des Flugplatzes Merzbrück gebaut werden soll. Auf dem Gelände soll dafür eine Außenstelle des Campus mit dem Namen „Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück“ eröffnen.

Bevor das Projekt beginnen kann, muss die Landebahn auf 1160 Meter verlängert und um zehn Grad geschwenkt werden. In einem Planfeststellungsbeschluss ist dies bereits festgeschrieben. Der Ausbau ist aber seit rund 20 Jahren schon ein umstrittenes Thema.

Für das Projekt der Air-Taxis und den Forschungsflugplatz hat das koordinierende Luftfahrt-technische Center der RWTH bei der Landesregierung bis zu dreieinhalb Millionen Euro beantragt. Pinkwart konnte beim Gespräch keine feste Zusage machen, versprach aber, sich für das Anliegen in der Landesregierung einzusetzen. Nun ist die Landesregierung am Zug.

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