Aachen - RWTH-Professor ist designierter Vorsitzender des Wissenschaftsrates

RWTH-Professor ist designierter Vorsitzender des Wissenschaftsrates

Von: Axel Borrenkott
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Aachener RWTH-Professor Wolfgang Marquardt ist designierter Vorsitzender des Wissenschaftsrates (WR).

Der 54 Jahre alte Inhaber des Lehrstuhls für Prozesstechnik übernimmt damit die Leitung des einflussreichsten Beratungsgremiums in der deutschen Hochschul- und Forschungspolitik.

Ziel der Arbeit des WR ist es auch, die internationale Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland zu sichern. Im Rahmen der Exzellenzinitiative ist der WR verantwortlich für die so genannte dritte Förderlinie. Bei diesem Teil des Wettbewerbs werden nicht einzelne Bereiche, sondern Universitäten als Ganzes ausgezeichnet. Derzeit gibt es, einschließlich der RWTH Aachen, neun so genannte Elite-Universitäten.

Wolfgang Marquardt war erst im April vergangenen Jahres vom Bundespräsidenten in den Rat berufen worden. „Diese Berufung ist für mich natürlich eine besondere Ehre”, sagte Marquardt damals. Als besondere Aufgabe sehe er es an, „in diesem Gremium die Ingenieurwissenschaften in ihrer ganzen Breite zu vertreten”, und darüber hinaus, die „Interaktionsbedürfnisse der Ingenieure mit allen anderen Wissenschaftsdisziplinen zu schaffen”. Als bedeutendes Thema nannte Marquardt das „Zusammenwachsen des europäischen Wissenschaftsraums”.

Die in den WR berufenen Wissenschaftler sollen laut Satzung „weder Interessenvertreter eines Faches noch einer bestimmten Institution oder Organisation sein”. Es wird von ihnen „erwartet, dass sie wissenschaftliche Exzellenz mit wissenschaftspolitischer Kompetenz und Erfahrung verbinden”. Die Tätigkeit, auch die des Vorsitzenden, ist ehrenamtlich.

Leibniz-Preisträger

Wolfgang Marquardt ist ein mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftler, Träger des Leibniz-Preises (2001) und Mitglied zahlloser Gremien. Zusammen mit dem Ingenieur war 2010 der RWTH-Metallkundler Dierk Raabe in den WR berufen worden.

Seit 2006 gehört als weiterer Angehöriger der RWTH der Ordinarius der Philosophie, Wilfried Hinsch, dem WR an. Ein früheres Mitglied war auch Gisela Engeln-Müllges von der FH Aachen. Die Mitgliedschaft beträgt jeweils maximal sechs Jahre. Der 1957 von Bund und Ländern gegründete Wissenschaftsrat besteht aus einer Wissenschaftlichen und einer Verwaltungskommission, in die die Regierungen ihre Vertreter entsenden. Die Geschäftsstelle sitzt in Köln.
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