Köln - RTL inszeniert Vulkanausbruch mitten in Deutschland

RTL inszeniert Vulkanausbruch mitten in Deutschland

Von: Cora Leonhardt, ddp
Letzte Aktualisierung:
RTL-Produktion "Der Vulkan"
Ein Vulkan-Modell, das den Ausbruch der Eifel-Vulkane simuliert, ist das Herzstück des Vulkan-Museums Lava-Dome in Mendig, aufgenommen am 27.06.2005. Die RTL-Produktion Der Vulkan erzählt die Geschichte eines Vulkan-Ausbruchs in dem Eifelort Lorchheim. Foto: dpa

Köln. Ein dramatischer Vulkanausbruch steht im Mittelpunkt des zweiteiligen Fernsehfilms „Vulkan”, den RTL am Sonntag (18. Oktober) und Montag (19. Oktober) jeweils um 20.15 ausstrahlt. Das Horrorszenario mit Starbesetzung spielt in der Eifel, wo ein realer Vulkanausbruch nach Ansicht von Geophysikern durchaus denkbar ist.

Sachverständige und Vulkanexperten begleiteten wissenschaftlich das Projekt.

Die Recherchen und Dreharbeiten für das Mammutwerk von Erfolgsproduzent Nico Hofmann dauerten über zwei Jahre. Nach dem erfolgreichen Zweiteiler „Sturmflut” vor zwei Jahren zeigt der Kölner Privatsender mit „Vulkan” erneut ein aufwendig produziertes Werk, das sich mit einer Naturkatastrophe beschäftigt.

In der malerischen Provinzidylle Lorchheim in der Eifel braut sich etwas zusammen. Beim Dorffest mit Blaskapelle geben sich Jung und Alt ein Stelldichein, doch unter der heimeligen Oberfläche gären die Konflikte. Seilschaften und Konkurrenz bestimmen die Szene. Der allen mit seiner Beflissenheit auf die Nerven gehende Vollzugsbeamte Röhrich (Armin Rohde) will für Recht und Ordnung sorgen. Das ärgert die jugendlichen Großmäuler um den Anführer Maggi, der mit Röhricht eine Schlägerei anzettelt.

Im allgemeinen Durcheinander ist es Michael (Mathias Koerberlin), der als Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks stets den Überblick behält. Als chaosresistenter Held des Spektakels managt er nicht nur das erste Hotel am Platz, sondern auch die Launen der vom Autounfall traumatisierten Freundin Andrea (Katharina Wackernagel). Der spießige Bankdirektor Maug (Heiner Lauterbach) und seine Luxus liebende Frau Renate (Ursula Karven) stehen auf der Sonnenseite des Lebens. Wäre da nicht ihre Teenie-Tochter Paula, die zur angesagten Clique um Maggi gehören will und dem verklemmten Vollzugsbeamten Röhrich eine böse Falle stellt.

Hier die Bürger von Lorchheim, dort die Gäste: Im bevorstehenden Unheil treffen Ihre Schicksale bald aufeinander. Die schöne Mutter von kleinen Zwillingen (Katja Riemann) macht in Lorchheim Urlaub, um ihren Liebhaber zu treffen. Wissenschaftlerin Daniela Eisenach (Yvonne Catterfeld) erforscht unterdessen die vulkanischen Aktivitäten in der Eifel. Niemand ahnt angesichts der friedlich brutzelnden Würstchen auf dem Grill die Gefahr, die im Inneren der Erde lauert. Nur Vulkanologin Eisenach in der Rolle der modernen Kassandra, der niemand glauben will, prophezeit: „Das Gefährlichste bei einem Vulkanausbruch ist die Stille. Dann sammelt er Kraft. Er atmet durch.”

Mit der Stille in der dörflichen Idylle ist es jäh vorbei. Als die Erde bebt und im Kopfsteinpflaster eine riesige Spalte klafft, werden die Einwohner evakuiert. Die Leiterin des Krisenstabs bringt es auf den Punkt:„ Ein Rettungseinsatz ist wie eine Rechenaufgabe. Man rettet die, die die meisten Chancen haben, zu überleben. Emotionen können wir uns nicht leisten. Lorchheim wird aufgegeben.”

Mit der vollen Wucht brodelnder Urgewalt wird das Städtchen getroffen. Stadt und Bewohner sind im Ausnahmezustand. Im flammenden Inferno überschlagen sich die Ereignisse. Angesichts der Feuerwalzen und Lavaströme wird der Kampf ums Eigentum grotesk. Raffiniert nutzen manche die Gunst der Stunde. Die monumentale Katastrophe gebiert Nutznießer, Krisengewinnler und Helden. Bis der Ascheregen wie beim Untergang von Pompeji leise rieselnd alles unter sich begräbt.
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